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Ein Mann des Glaubens und der Tat steht heute im Mittelpunkt. Vinzenz von Paul, der 1617 die Not seiner Zeit erkannte und sofort handelte, um Armen zu helfen (ähnlich wie in unserer Zeit abbé Pierre oder Mutter Teresa). Von einem eher ruhigen Lehrerdasein wechselte er zu einer caritativen Tätigkeit.  Daraus entwickelte sich der Orden der Lazaristen (heute Vinzentiner) und Vinzentinerinnen. Diese neuen Orden hatten keine Berührungsängste mit den vielen Formend er Armut ihrer Zeit, bis heute hin. Papst Franziskus weist immer wieder auf die Armen unserer Zeit hin und setzt selbst Zeichen, die Aufsehen erwecken und die Armen ins Blickfeld rücken. Unsere Vinzenzvereine gehen auf  Vinzenz zurück und versuchen, in aller Diskretion, konkret und tatkräftig zu helfen. Versuchen wir einmal alle Hilfsorganisationen und Initiativen aufzuzählen, die wir kennen und überlegen wir, was wir in einem Jahr tun,  um Armen zu helfen.

Aus dem Schreiben „Evangelii Gaudium“ von Papst Franziskus:

147.  Vor allem muss man sicher sein, die Bedeutung der Worte, die wir lesen, entsprechend zu verstehen. Ich möchte etwas betonen, das offenkundig scheint, aber nicht immer berücksichtigt wird: Der biblische Text, den wir studieren, ist zwei- oder dreitausend Jahre alt, seine Sprache ist ganz verschieden von der, die wir heute benutzen. So sehr es uns auch scheinen mag, die Worte zu verstehen, die in unsere Sprache übersetzt sind, bedeutet das nicht, dass wir auch richtig verstehen, was der heilige Verfasser ausdrücken wollte. Die verschiedenen Mittel, die die literarische Analyse bietet, sind bekannt: auf die Worte achten, die sich wiederholen oder die hervorstechen, die Struktur und die eigene Dynamik eines Textes erkennen, den Platz bedenken, den die Personen einnehmen usw. Aber das Ziel ist nicht, alle kleinen Details eines Textes zu verstehen. Das Wichtigste ist zu entdecken, was die Hauptbotschaft ist, die dem Text Struktur und Einheit verleiht. Wenn der Prediger diese Anstrengung nicht unternimmt, dann ist es möglich, dass auch seine Predigt keine Einheit und Ordnung hat; seine Rede wird nur eine Summe verschiedener unzusammenhängender Ideen sein, die nicht imstande sind, die anderen zu bewegen. Die zentrale Botschaft ist die, welche der Autor an erster Stelle übermitteln wollte, was einschließt, nicht nur den Gedanken zu erkennen, sondern auch die Wirkung, die jener Autor erzielen wollte. Wenn ein Text geschrieben wurde, um zu trösten, sollte er nicht verwendet werden, um Fehler zu korrigieren; wenn er geschrieben wurde, um zu ermahnen, sollte er nicht verwendet werden, um zu unterweisen; wenn er geschrieben wurde, um etwas über Gott zu lehren, sollte er nicht verwendet werden, um verschiedene theologische Meinungen zu erklären; wenn er geschrieben wurde, um zum Lobpreis oder zur Missionsarbeit anzuregen, lasst ihn uns nicht verwenden, um über die letzten Neuigkeiten zu informieren.


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