5.10.2014- -A-II- -27.Woche

5.10.2014- -A-II- -27.Woche- -Erntedank

„Danke, sag mal Danke“, so heisst es in einem Kinderlied für den Gottesdienst- und die Aussage „Undank ist der Welten Lohn“ kennen wir auch und erleben wir oft in unserer Wohlstandsgesellschaft. Daher ist es wichtig, wenigstens ein Mal im Jahr innezuhalten und zu danken. Wir tun dies für die (reichliche) Ernte des Jahres und wir feiern die Sonntagsmesse in diesem Sinne. Dabei werden uns heute die Gleichnisse vom Weinberg, vom Haus Israel, vom Volk Gottes vor Augen geführt. Ein Weinberg, liebevoll angelegt und ausgestattet, damit er gute Früchte bringt, und nur saure Beeren hervorbringt, statt Rechtsspruch nur Rechtsbruch. Da kann der Besitzer nicht froh sein. Jesus greift das Weinberggleichnis auf und fügt die Rolle der Pächter und Verwalter hinzu, die den Teil, der dem Besitzer zukommt, nicht abgeben wollen. Sie verletzen die Diener , bringen sie sogar um und den Sohn beseitigen sie sofort, damit sie allein die Erben sein können. Zwei misslungene Versuche des Besitzers zu seinem Recht zu kommen. So geht es Gott mit Seinem Volk und mit den von Ihm eingesetzten und beauftragten Dienern. Wo bleibt die Dankbarkeit? Sind wir in diesen Bildern und Gleichnis mit gemeint?

Aus dem Schreiben „Evangelii Gaudium“ von Papst Franziskus:

Die geistliche Lesung

152. Es gibt eine konkrete Weise, das zu hören, was der Herr uns in seinem Wort sagen will, und uns von seinem Heiligen Geist verwandeln zu lassen. Es ist das, was wir „lectio divina“ nennen. Sie besteht im Lesen des Wortes Gottes innerhalb einer Zeit des Gebetes, um ihm zu erlauben, uns zu erleuchten und zu erneuern. Dieses betende Lesen der Bibel ist nicht von dem Studium getrennt, das der Prediger unternimmt, um die zentrale Botschaft des Textes zu finden; im Gegenteil, es muss von hier ausgehen in dem Versuch, zu entdecken, was ebendiese Botschaft seinem Leben sagen will. Die geistliche Lesung eines Textes muss von seiner wörtlichen Bedeutung ausgehen. Andernfalls geschieht es leicht, dass man den Text das sagen lässt, was angenehm ist, was dazu dient, die eigenen Entscheidungen zu bestätigen, was zu den eigenen geistigen Schablonen passt. Das hieße letztlich, etwas Heiliges zum eigenen Vorteil zu nutzen und diese Verwirrung auf das Volk Gottes zu übertragen. Man darf nie vergessen, dass manchmal »auch der Satan sich als Engel des Lichts tarnt« (2 Kor 11,14).


Kommentar schreiben

Kommentare: 0