1.6.2014- -A-II- -7.Osterwoche- -Pfingstnovene-Justin

 

Mit dem Monat Juni wenden wir uns dem Pfingstgeschehen, dem Fronleichnamsfest und dem Herzen Jesu zu, alles unter dem Begriff BARMHERZIGKEIT, den Papst Franziskus immer wieder erwähnt. Ein herzlicher Gott, ein Gott mit Herz, der lieber selber leidet, als leiden zu lassen, der mit-leidet. So lädt uns dieser 7. Ostersonntag ganz eindringlich zum Gebet ein, zum Gebet um Gottes Geist, um Offenheit für diesen Geist, damit wir immer mehr begreifen können, zu welchem Gott wir beten. In der Apostelgeschichte 1 beten die Jünger zusammen mit den Frauen und mit Maria und sie finden so immer mehr zueinander. Im Johannesevangelium, Kapitel 17, betet Jesus für die Seinen, dass sie eins seien und bewahrt vor dem Bösen. In diesen Gebetskreis sind wir alle hineingenommen und unsererseits dann angehalten, dieses Gebet mit zu tragen.

 

Jeden Tag bieten wir einen kleinen Auszug des apostolischen Schreibens „Evangelii Gaudium“ von Papst Franziskus an. Wir sind noch bei der Einleitung, die 18 Abschnitte umfasst und uns begründet, warum FREUDE aus dem EVANGELIUM uns geschenkt wird:

 

28. Die Pfarrei ist keine hinfällige Struktur; gerade weil sie eine große Formbarkeit besitzt, kann sie ganz verschiedene Formen annehmen, die die innere Beweglichkeit und die missionarische Kreativität des Pfarrers und der Gemeinde erfordern. Obwohl sie sicherlich nicht die einzige evangelisierende Einrichtung ist, wird sie, wenn sie fähig ist, sich ständig zu erneuern und anzupassen, weiterhin » die Kirche [sein], die inmitten der Häuser ihrer Söhne und Töchter lebt «.[26] Das setzt voraus, dass sie wirklich in Kontakt mit den Familien und dem Leben des Volkes steht und nicht eine weitschweifige, von den Leuten getrennte Struktur oder eine Gruppe von Auserwählten wird, die sich selbst betrachten. Die Pfarrei ist eine kirchliche Präsenz im Territorium, ein Bereich des Hörens des Wortes Gottes, des Wachstums des christlichen Lebens, des Dialogs, der Verkündigung, der großherzigen Nächstenliebe, der Anbetung und der liturgischen Feier.[27] Durch all ihre Aktivitäten ermutigt und formt die Pfarrei ihre Mitglieder, damit sie aktiv Handelnde in der Evangelisierung sind.[28] Sie ist eine Gemeinde der Gemeinschaft, ein Heiligtum, wo die Durstigen zum Trinken kommen, um ihren Weg fortzusetzen, und ein Zentrum ständiger missionarischer Aussendung. Wir müssen jedoch zugeben, dass der Aufruf zur Überprüfung und zur Erneuerung der Pfarreien noch nicht genügend gefruchtet hat, damit sie noch näher bei den Menschen sind, Bereiche lebendiger Gemeinschaft und Teilnahme bilden und sich völlig auf die Mission ausrichten.

 

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