Do

12

Dez

2019

12.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Johanna Franziska v Chantal-Hartmann-Dietrich v Kremsmünster-ULF v Guadelupe-(Jes.41,13-20/145/Mt.11,7.11-15)

 

 

Der Täufer Johannes ist einer der ganz Großen in der Bibel: letzter der Propheten und Übergangshelfer in die Neue Welt. Er wird von den Menschen und auch von Jesus in die Nähe des Elija gesehen, der ja wiederkommen sollte. Und doch ist Johannes wieder anders. Jedenfalls kann niemand sich das Reich Gottes selbst schaffen oder in seine Gewalt bringen, es wird geschenkt und nur Gott selbst ist der Geber. Dafür steht Jesus, nur Er allein.

 

„Herr Jesus wir danken Dir für das Auftreten und Wirken des Täufers. Er weist von sich weg auf Dich hin. Er ist Dein Wegbereiter und Vorläufer. Sein dienst ist beendet, und Du kommst zu uns mit Deiner Liebe und Deinem Segen. Wir vertrauen uns Dir an. Ohne Gewalt, sondern in Offenheit lassen wir uns Dein Reich schenken und in die Verantwortung geben.“

 

 

 

 

Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.

                                (Mt 11,28)

 

Paragleiter über Innsbruck; Foto: Ingrid Penner

 

Komm!

 

Beladen mit Lasten aller Art

schleppen wir uns durchs Leben,

schaffen eine Unzahl von Werkstücken

unserer Unzufriedenheit und Selbstsucht,

laden uns diese auf,

bündeln sie zum Joch

und drücken so das Leben nieder

durch Zank

und Eifersucht,

Neid

und schlechte Reden über andere,

mit Besitzlust

und Selbstwertverlust.

 

 

In diesen Lebensniedergang hinein

dein Zuruf:

Komm, so rufst Du,

ich will dich lebendig machen,

und deine müde Seele

wird Ruhe finden!

 

In diesen Lebensniedergang hinein

dein Beispiel:

Kommt, so lädt es ein,

seid einander Entlastende,

Aufrichtende,

Erquickende.

Lebt!

Ich stärke euch!

 

Und ich rufe zurück:

Komm! Komm!

 

Ernst Gansinger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mi

11

Dez

2019

11.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Damasus I-David v Himmerod-(Jes.40,25-31/103/Mt.11,28-30)

 

 

Manches Mal haben wir den Eindruck, dass der Glaube an Gott doch schwierig und kompliziert ist, viel fordert und wie somit nie unser “Soll“ erreichen können. Ist es der Herr oder doch eher die Kirche, die manches erschwert? Wie auch immer, der Glaube und das Vertrauen zu Gott ist zunächst: eine Einladung annehmen: „kommt“-„kommt zu mir“. Diese Einladung richtet der Herr an alle, die sich plagen mit Lasten des Lebens und des Glaubens. Jesus verspricht, Ruhe zu verschaffen und die Last Seiner Liebe anzunehmen, die leicht ist. Ruhe finden, bei Ihm dem Herrn.

 

Können wir uns darauf einlassen, dass es doch ganz einfach sein kann und soll, mit diesem Jesus zu gehen. Wenn auch Sein Weg anspruchsvoll ist und uns immer neu herausfordert, so ist die Gemeinschaft mit Ihm, das Gehen mit Ihm das leichte Joch. Vertrauen und Loslassen sind angesagt.

 

„Herr Jesus Christus, wir gehen mit Dir seit unserer Taufe, wir tun es bewusster seit der Erstkommunion und Firmung, und dann haben wir im Laufe unseres Lebens stets reifen können, mit Schritten nach vorne, aber auch zur Seite und zurück. Du bleibst uns treu und gibst uns nie auf. Gib uns die Einfachheit, Dir zu vertrauen, auch wenn es um uns oder in uns dunkel ist. Dein Joch drückt nicht, denn du trägst es ja mit uns und wir mit Dir.“

 

Di

10

Dez

2019

10.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Bruno-Diethard- -Tag der Menschenrechte- -(Jes.40,1-11/ 96/ Mt.18,12-14)

 

 

Warum sollte eigentlich der Sohn Gottes, 2.Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, ein einfacher Mensch werden? Was war die Absicht, der Grund? Der Wunsch des Himmels ist eine große Sehnsucht nach uns Menschen, besonders nach uns Menschen, da wo wir auf Abwege geraten sind, weggelaufen oder einfach verloren und verirrt. Wie der Hirt das verlorene Schaf sucht und sich freut, wenn er es findet, so ist der Herr auf der Suche nach allen die sich und Ihn verloren haben. Wenn Er eines von ihnen finden kann und zurückbringen darf, welche ein Freude des Himmels.

 

Alles, was damals zur Menschwerdung führte, das gilt auch heute: Verlorene zu suchen, zu finden und anzuleiten, zurückzukommen. Dies ist die Frohe Botschaft, die uns als Kirche aufgetragen ist. Wo wir diese Mission tragen und ausführen, da bleiben wir auf dem rechten Weg; wo wir nur um uns selbst drehen-auch als Kirche- da verlieren wir uns selbst. Wo sollte ich mich finden lassen? Wo wäre der Rückweg nötig, wenn auch schwer? Vertrauen wir Gott, der nach uns sucht und uns finden möchte?

 

„Herr Jesus Christus, Guter Hirt, vom Vater gesandt um uns nachzugehen, und uns aus unserer Verlorenheit herauszuführen ins Licht der Gemeinschaft mit Gott und mit den anderen. Wir danken Dir für deine unaufhörliche Suche nach uns, nach mir: so schnell sind wir verloren, allein, einsam und sehnen uns danach, gefunden zu werden, von Dir.“

 

Mo

09

Dez

2019

9.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria-Eucharius-Liborius Wagner-Eulalia- -((Gen.3,9-15.20/98/

 

 

Was ein Mensch nicht kann, das kann Gott, der Herr: einen Menschen vor der Erbschuld und seinen Folgen bewahren. Maria. Sie feiern wir heute(vom 8. Auf den9.12 verlegt in diesem Jahr). Maria, die Morgenröte der Erlösung: sie kann ihr uneingeschränktes und ungetrübtes JA zu Gottes Anliegen sagen und sich ganz darauf einlassen. So hat der Herr uns den Weg geöffnet, der uns, die wir alle vom „Schatten“ begleitet sind, in die Herrlichkeit führt. In Maria wird Der geboren, der alle Schuld auf sich nimmt, sie von uns wegnimmt und uns hinführt ins Licht./ trauen wir Ihm und begleiten wir Maria, lassen wir uns von ihr begleiten, die uns führt.

 

„Herr Jesus Christus, du verdankst Dein irdisches Leben unter uns dem JA Marias, Deiner Mutter. Ihr unverfälschtes Ja, ihr ungetrübtes Leben ist auch unser Weg in die Freiheit von aller Last der Sünde, der Lieblosigkeit, mag sie noch so groß sein. Danke Herr für Deine Mutter, Danke Herr für Dich und für den Glauben an Dich, den Du uns ermöglichst und schenkst.“

 

 

 

So

08

Dez

2019

8.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Frieda- -(Jes.11,1-10/72/Röm.15,4-9/Mt.3,1-12)

 

 

Mit Johannes dem Täufer beginnt der Übergang vom Ersten zum Neuen Testament: er ist der letzte der Propheten und zugleich der Wegbereiter des Erlösers. Sein Auftreten ist atypisch: Ort, Outfit, Sprache sind gewöhnungsbedürftig. Johannes ist wie ein lauter Schrei, eine tönende Trompete. Er rüttelt wach und ruft zur Entscheidung. Die Menschen ziehen in Scharen zu ihm hinaus und lassen sich ein auf seine Busspredigt, sie lassen sich taufen und bekennen ihre Sünden. Sie möchten neu beginnen, umkehren.

 

Johannes sieht die Ehrlichkeit der Motivation, oder die Überheblichkeit mancher Zeitgenossen. Da muss er hart auftreten und gegen ihre Selbstsicherheit reden.

 

Trifft er uns auch mit seinen Worten? Lassen wir uns aufrütteln und zum Neubeginn bewegen?

 

„Herr Jesus, Dein Wegbereiter ist nicht zimperlich, seine ganze Art fällt auf und lässt intensiv nachdenken über den eigenen Lebensweg. Sind wir noch in Deiner Spur? Können wir Dir begegnen? Hilf uns, klar zu sehen und neu zu orientieren, wo es nötig und möglich ist."

 

 

 

Sa

07

Dez

2019

7.12.2019- -A-II- -1- -1.Advent- Ambrosius-Gerald-Gerhard—(Jes.30,19-21.23-26/147/Mt.9,35-10,1.6-8)

 

 

Jesus ist ein Wanderer, ein Wanderprediger. Unterwegs lehrt Er in den Synagogen und verkündet die Frohe Botschaft vom Reich Gottes- dazu heilt Er auch von Leiden und Krankheiten. Ich n treibt die Barmherzigkeit um angesichts der vielen Menschen, die „müde und erschöpft sind“ vom Leben auch vom glauben ihrer Zeit. Sie sind alleingelassen, wie „Schafe ohne Hirten“. Die Jünger bittet  er auf die se große Ernte zu schauen: dafür fehlen Arbeiter. Sie sollen Gott bitten, Arbeiter zu senden und sich selbst senden zu lassen.

 

Den Zwölf (Aposteln) gab Er die vollmacht, unreine Geister auszutreiben und von Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Botschaft, die sie mitnehmen und selbst sind: das Reich der Himmel (Gottes Reich) ist nahe herangekommen. Geht und „gebt umsonst, denn umsonst habt ihr empfangen“.

 

„Herr Jesus Christus, Deine wunderbare Botschaft, die schon das gesamte Alte Testament durchzieht, soll die Menschen erreichen können, überall, wo sie sind und überall, wo sie leiden. Wir danken dir für diese erste Woche des Advents, eine Woche der Hoffnung und der Zuversicht.“

 

Fr

06

Dez

2019

6.12.2019- -A-II- -1.Advent- -1- -Nikolaus- Nicole-Henrika Fassbender-Herz Jesu Freitag- -(Jes.29,17-24/27/Mt.9,27-31)

 

 

Der Glaube hilft, der Glaube an den dreifaltigen Gott, der Glaube an Jesus Christus, so können wir das Ereignis verstehen, das zwei Blinde zu Jesus führt.  Zunächst rufen sie Jesus zu  “Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids“ wodurch sie schon den Glauben an diesen Mann aus Nazareth aussprechen. Jesus geht jedoch ins Haus, geht also nicht sofort darauf ein. Die beiden folgen Ihm.

 

Jesus fragt sie: „glaubt ihr, das sich euch helfen kann?“ Sie antworten „ja, Herr“. Nach diesem doppelten Glaubensbekenntnis geht Jesus auf sie zu, berührt ihre Augen und bestätigt „wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen.“ Drei Mal wird von ihrem Glauben, ihrem Vertrauen gesprochen. Hier liegt der Dreh- und Angelpunkt des Geschehens. Ihre Augen wurden geöffnet, sie konnten wieder sehen, doch ihr Mund soll geschlossen bleiben und es nicht erzählen. Sie jedoch halten sich nicht an dieses Verbot und erzählen überall von Ihm und dem, was Er an ihnen geschehen ließ.

 

Wie sollten sie auch schweigen über das Glück, das ihnen wiederfahren ist.

 

Auf solche Art ist auch des Bischofs Nikolaus diskretes Helfen bekannt gemacht worden. Wäre er sonst zu einem der beliebtesten Heiligen geworden?

 

„Herr Jesus, Du willst und brauchst keine Reklame. Dein Wirken spricht für sich selbst. Doch brauchst Du Zeugen, die mit und ohne Worte vermitteln, wer Du für sie bist. Dieses Zeugnis ist keine Willensentscheidung, sondern ein Ausstrahlen. Herr, gib der Menschheit vieler solches Zeuginnen und Zeugen.“

 

Do

12

Dez

2019

12.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Johanna Franziska v Chantal-Hartmann-Dietrich v Kremsmünster-ULF v Guadelupe-(Jes.41,13-20/145/Mt.11,7.11-15)

 

 

Der Täufer Johannes ist einer der ganz Großen in der Bibel: letzter der Propheten und Übergangshelfer in die Neue Welt. Er wird von den Menschen und auch von Jesus in die Nähe des Elija gesehen, der ja wiederkommen sollte. Und doch ist Johannes wieder anders. Jedenfalls kann niemand sich das Reich Gottes selbst schaffen oder in seine Gewalt bringen, es wird geschenkt und nur Gott selbst ist der Geber. Dafür steht Jesus, nur Er allein.

 

„Herr Jesus wir danken Dir für das Auftreten und Wirken des Täufers. Er weist von sich weg auf Dich hin. Er ist Dein Wegbereiter und Vorläufer. Sein dienst ist beendet, und Du kommst zu uns mit Deiner Liebe und Deinem Segen. Wir vertrauen uns Dir an. Ohne Gewalt, sondern in Offenheit lassen wir uns Dein Reich schenken und in die Verantwortung geben.“

 

 

 

 

Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.

                                (Mt 11,28)

 

Paragleiter über Innsbruck; Foto: Ingrid Penner

 

Komm!

 

Beladen mit Lasten aller Art

schleppen wir uns durchs Leben,

schaffen eine Unzahl von Werkstücken

unserer Unzufriedenheit und Selbstsucht,

laden uns diese auf,

bündeln sie zum Joch

und drücken so das Leben nieder

durch Zank

und Eifersucht,

Neid

und schlechte Reden über andere,

mit Besitzlust

und Selbstwertverlust.

 

 

In diesen Lebensniedergang hinein

dein Zuruf:

Komm, so rufst Du,

ich will dich lebendig machen,

und deine müde Seele

wird Ruhe finden!

 

In diesen Lebensniedergang hinein

dein Beispiel:

Kommt, so lädt es ein,

seid einander Entlastende,

Aufrichtende,

Erquickende.

Lebt!

Ich stärke euch!

 

Und ich rufe zurück:

Komm! Komm!

 

Ernst Gansinger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mi

11

Dez

2019

11.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Damasus I-David v Himmerod-(Jes.40,25-31/103/Mt.11,28-30)

 

 

Manches Mal haben wir den Eindruck, dass der Glaube an Gott doch schwierig und kompliziert ist, viel fordert und wie somit nie unser “Soll“ erreichen können. Ist es der Herr oder doch eher die Kirche, die manches erschwert? Wie auch immer, der Glaube und das Vertrauen zu Gott ist zunächst: eine Einladung annehmen: „kommt“-„kommt zu mir“. Diese Einladung richtet der Herr an alle, die sich plagen mit Lasten des Lebens und des Glaubens. Jesus verspricht, Ruhe zu verschaffen und die Last Seiner Liebe anzunehmen, die leicht ist. Ruhe finden, bei Ihm dem Herrn.

 

Können wir uns darauf einlassen, dass es doch ganz einfach sein kann und soll, mit diesem Jesus zu gehen. Wenn auch Sein Weg anspruchsvoll ist und uns immer neu herausfordert, so ist die Gemeinschaft mit Ihm, das Gehen mit Ihm das leichte Joch. Vertrauen und Loslassen sind angesagt.

 

„Herr Jesus Christus, wir gehen mit Dir seit unserer Taufe, wir tun es bewusster seit der Erstkommunion und Firmung, und dann haben wir im Laufe unseres Lebens stets reifen können, mit Schritten nach vorne, aber auch zur Seite und zurück. Du bleibst uns treu und gibst uns nie auf. Gib uns die Einfachheit, Dir zu vertrauen, auch wenn es um uns oder in uns dunkel ist. Dein Joch drückt nicht, denn du trägst es ja mit uns und wir mit Dir.“

 

Di

10

Dez

2019

10.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Bruno-Diethard- -Tag der Menschenrechte- -(Jes.40,1-11/ 96/ Mt.18,12-14)

 

 

Warum sollte eigentlich der Sohn Gottes, 2.Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, ein einfacher Mensch werden? Was war die Absicht, der Grund? Der Wunsch des Himmels ist eine große Sehnsucht nach uns Menschen, besonders nach uns Menschen, da wo wir auf Abwege geraten sind, weggelaufen oder einfach verloren und verirrt. Wie der Hirt das verlorene Schaf sucht und sich freut, wenn er es findet, so ist der Herr auf der Suche nach allen die sich und Ihn verloren haben. Wenn Er eines von ihnen finden kann und zurückbringen darf, welche ein Freude des Himmels.

 

Alles, was damals zur Menschwerdung führte, das gilt auch heute: Verlorene zu suchen, zu finden und anzuleiten, zurückzukommen. Dies ist die Frohe Botschaft, die uns als Kirche aufgetragen ist. Wo wir diese Mission tragen und ausführen, da bleiben wir auf dem rechten Weg; wo wir nur um uns selbst drehen-auch als Kirche- da verlieren wir uns selbst. Wo sollte ich mich finden lassen? Wo wäre der Rückweg nötig, wenn auch schwer? Vertrauen wir Gott, der nach uns sucht und uns finden möchte?

 

„Herr Jesus Christus, Guter Hirt, vom Vater gesandt um uns nachzugehen, und uns aus unserer Verlorenheit herauszuführen ins Licht der Gemeinschaft mit Gott und mit den anderen. Wir danken Dir für deine unaufhörliche Suche nach uns, nach mir: so schnell sind wir verloren, allein, einsam und sehnen uns danach, gefunden zu werden, von Dir.“

 

Mo

09

Dez

2019

9.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria-Eucharius-Liborius Wagner-Eulalia- -((Gen.3,9-15.20/98/

 

 

Was ein Mensch nicht kann, das kann Gott, der Herr: einen Menschen vor der Erbschuld und seinen Folgen bewahren. Maria. Sie feiern wir heute(vom 8. Auf den9.12 verlegt in diesem Jahr). Maria, die Morgenröte der Erlösung: sie kann ihr uneingeschränktes und ungetrübtes JA zu Gottes Anliegen sagen und sich ganz darauf einlassen. So hat der Herr uns den Weg geöffnet, der uns, die wir alle vom „Schatten“ begleitet sind, in die Herrlichkeit führt. In Maria wird Der geboren, der alle Schuld auf sich nimmt, sie von uns wegnimmt und uns hinführt ins Licht./ trauen wir Ihm und begleiten wir Maria, lassen wir uns von ihr begleiten, die uns führt.

 

„Herr Jesus Christus, du verdankst Dein irdisches Leben unter uns dem JA Marias, Deiner Mutter. Ihr unverfälschtes Ja, ihr ungetrübtes Leben ist auch unser Weg in die Freiheit von aller Last der Sünde, der Lieblosigkeit, mag sie noch so groß sein. Danke Herr für Deine Mutter, Danke Herr für Dich und für den Glauben an Dich, den Du uns ermöglichst und schenkst.“

 

 

 

So

08

Dez

2019

8.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Frieda- -(Jes.11,1-10/72/Röm.15,4-9/Mt.3,1-12)

 

 

Mit Johannes dem Täufer beginnt der Übergang vom Ersten zum Neuen Testament: er ist der letzte der Propheten und zugleich der Wegbereiter des Erlösers. Sein Auftreten ist atypisch: Ort, Outfit, Sprache sind gewöhnungsbedürftig. Johannes ist wie ein lauter Schrei, eine tönende Trompete. Er rüttelt wach und ruft zur Entscheidung. Die Menschen ziehen in Scharen zu ihm hinaus und lassen sich ein auf seine Busspredigt, sie lassen sich taufen und bekennen ihre Sünden. Sie möchten neu beginnen, umkehren.

 

Johannes sieht die Ehrlichkeit der Motivation, oder die Überheblichkeit mancher Zeitgenossen. Da muss er hart auftreten und gegen ihre Selbstsicherheit reden.

 

Trifft er uns auch mit seinen Worten? Lassen wir uns aufrütteln und zum Neubeginn bewegen?

 

„Herr Jesus, Dein Wegbereiter ist nicht zimperlich, seine ganze Art fällt auf und lässt intensiv nachdenken über den eigenen Lebensweg. Sind wir noch in Deiner Spur? Können wir Dir begegnen? Hilf uns, klar zu sehen und neu zu orientieren, wo es nötig und möglich ist."

 

 

 

Sa

07

Dez

2019

7.12.2019- -A-II- -1- -1.Advent- Ambrosius-Gerald-Gerhard—(Jes.30,19-21.23-26/147/Mt.9,35-10,1.6-8)

 

 

Jesus ist ein Wanderer, ein Wanderprediger. Unterwegs lehrt Er in den Synagogen und verkündet die Frohe Botschaft vom Reich Gottes- dazu heilt Er auch von Leiden und Krankheiten. Ich n treibt die Barmherzigkeit um angesichts der vielen Menschen, die „müde und erschöpft sind“ vom Leben auch vom glauben ihrer Zeit. Sie sind alleingelassen, wie „Schafe ohne Hirten“. Die Jünger bittet  er auf die se große Ernte zu schauen: dafür fehlen Arbeiter. Sie sollen Gott bitten, Arbeiter zu senden und sich selbst senden zu lassen.

 

Den Zwölf (Aposteln) gab Er die vollmacht, unreine Geister auszutreiben und von Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Botschaft, die sie mitnehmen und selbst sind: das Reich der Himmel (Gottes Reich) ist nahe herangekommen. Geht und „gebt umsonst, denn umsonst habt ihr empfangen“.

 

„Herr Jesus Christus, Deine wunderbare Botschaft, die schon das gesamte Alte Testament durchzieht, soll die Menschen erreichen können, überall, wo sie sind und überall, wo sie leiden. Wir danken dir für diese erste Woche des Advents, eine Woche der Hoffnung und der Zuversicht.“

 

Fr

06

Dez

2019

6.12.2019- -A-II- -1.Advent- -1- -Nikolaus- Nicole-Henrika Fassbender-Herz Jesu Freitag- -(Jes.29,17-24/27/Mt.9,27-31)

 

 

Der Glaube hilft, der Glaube an den dreifaltigen Gott, der Glaube an Jesus Christus, so können wir das Ereignis verstehen, das zwei Blinde zu Jesus führt.  Zunächst rufen sie Jesus zu  “Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids“ wodurch sie schon den Glauben an diesen Mann aus Nazareth aussprechen. Jesus geht jedoch ins Haus, geht also nicht sofort darauf ein. Die beiden folgen Ihm.

 

Jesus fragt sie: „glaubt ihr, das sich euch helfen kann?“ Sie antworten „ja, Herr“. Nach diesem doppelten Glaubensbekenntnis geht Jesus auf sie zu, berührt ihre Augen und bestätigt „wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen.“ Drei Mal wird von ihrem Glauben, ihrem Vertrauen gesprochen. Hier liegt der Dreh- und Angelpunkt des Geschehens. Ihre Augen wurden geöffnet, sie konnten wieder sehen, doch ihr Mund soll geschlossen bleiben und es nicht erzählen. Sie jedoch halten sich nicht an dieses Verbot und erzählen überall von Ihm und dem, was Er an ihnen geschehen ließ.

 

Wie sollten sie auch schweigen über das Glück, das ihnen wiederfahren ist.

 

Auf solche Art ist auch des Bischofs Nikolaus diskretes Helfen bekannt gemacht worden. Wäre er sonst zu einem der beliebtesten Heiligen geworden?

 

„Herr Jesus, Du willst und brauchst keine Reklame. Dein Wirken spricht für sich selbst. Doch brauchst Du Zeugen, die mit und ohne Worte vermitteln, wer Du für sie bist. Dieses Zeugnis ist keine Willensentscheidung, sondern ein Ausstrahlen. Herr, gib der Menschheit vieler solches Zeuginnen und Zeugen.“

 

Do

12

Dez

2019

12.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Johanna Franziska v Chantal-Hartmann-Dietrich v Kremsmünster-ULF v Guadelupe-(Jes.41,13-20/145/Mt.11,7.11-15)

 

 

Der Täufer Johannes ist einer der ganz Großen in der Bibel: letzter der Propheten und Übergangshelfer in die Neue Welt. Er wird von den Menschen und auch von Jesus in die Nähe des Elija gesehen, der ja wiederkommen sollte. Und doch ist Johannes wieder anders. Jedenfalls kann niemand sich das Reich Gottes selbst schaffen oder in seine Gewalt bringen, es wird geschenkt und nur Gott selbst ist der Geber. Dafür steht Jesus, nur Er allein.

 

„Herr Jesus wir danken Dir für das Auftreten und Wirken des Täufers. Er weist von sich weg auf Dich hin. Er ist Dein Wegbereiter und Vorläufer. Sein dienst ist beendet, und Du kommst zu uns mit Deiner Liebe und Deinem Segen. Wir vertrauen uns Dir an. Ohne Gewalt, sondern in Offenheit lassen wir uns Dein Reich schenken und in die Verantwortung geben.“

 

 

 

 

Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.

                                (Mt 11,28)

 

Paragleiter über Innsbruck; Foto: Ingrid Penner

 

Komm!

 

Beladen mit Lasten aller Art

schleppen wir uns durchs Leben,

schaffen eine Unzahl von Werkstücken

unserer Unzufriedenheit und Selbstsucht,

laden uns diese auf,

bündeln sie zum Joch

und drücken so das Leben nieder

durch Zank

und Eifersucht,

Neid

und schlechte Reden über andere,

mit Besitzlust

und Selbstwertverlust.

 

 

In diesen Lebensniedergang hinein

dein Zuruf:

Komm, so rufst Du,

ich will dich lebendig machen,

und deine müde Seele

wird Ruhe finden!

 

In diesen Lebensniedergang hinein

dein Beispiel:

Kommt, so lädt es ein,

seid einander Entlastende,

Aufrichtende,

Erquickende.

Lebt!

Ich stärke euch!

 

Und ich rufe zurück:

Komm! Komm!

 

Ernst Gansinger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mi

11

Dez

2019

11.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Damasus I-David v Himmerod-(Jes.40,25-31/103/Mt.11,28-30)

 

 

Manches Mal haben wir den Eindruck, dass der Glaube an Gott doch schwierig und kompliziert ist, viel fordert und wie somit nie unser “Soll“ erreichen können. Ist es der Herr oder doch eher die Kirche, die manches erschwert? Wie auch immer, der Glaube und das Vertrauen zu Gott ist zunächst: eine Einladung annehmen: „kommt“-„kommt zu mir“. Diese Einladung richtet der Herr an alle, die sich plagen mit Lasten des Lebens und des Glaubens. Jesus verspricht, Ruhe zu verschaffen und die Last Seiner Liebe anzunehmen, die leicht ist. Ruhe finden, bei Ihm dem Herrn.

 

Können wir uns darauf einlassen, dass es doch ganz einfach sein kann und soll, mit diesem Jesus zu gehen. Wenn auch Sein Weg anspruchsvoll ist und uns immer neu herausfordert, so ist die Gemeinschaft mit Ihm, das Gehen mit Ihm das leichte Joch. Vertrauen und Loslassen sind angesagt.

 

„Herr Jesus Christus, wir gehen mit Dir seit unserer Taufe, wir tun es bewusster seit der Erstkommunion und Firmung, und dann haben wir im Laufe unseres Lebens stets reifen können, mit Schritten nach vorne, aber auch zur Seite und zurück. Du bleibst uns treu und gibst uns nie auf. Gib uns die Einfachheit, Dir zu vertrauen, auch wenn es um uns oder in uns dunkel ist. Dein Joch drückt nicht, denn du trägst es ja mit uns und wir mit Dir.“

 

Di

10

Dez

2019

10.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Bruno-Diethard- -Tag der Menschenrechte- -(Jes.40,1-11/ 96/ Mt.18,12-14)

 

 

Warum sollte eigentlich der Sohn Gottes, 2.Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, ein einfacher Mensch werden? Was war die Absicht, der Grund? Der Wunsch des Himmels ist eine große Sehnsucht nach uns Menschen, besonders nach uns Menschen, da wo wir auf Abwege geraten sind, weggelaufen oder einfach verloren und verirrt. Wie der Hirt das verlorene Schaf sucht und sich freut, wenn er es findet, so ist der Herr auf der Suche nach allen die sich und Ihn verloren haben. Wenn Er eines von ihnen finden kann und zurückbringen darf, welche ein Freude des Himmels.

 

Alles, was damals zur Menschwerdung führte, das gilt auch heute: Verlorene zu suchen, zu finden und anzuleiten, zurückzukommen. Dies ist die Frohe Botschaft, die uns als Kirche aufgetragen ist. Wo wir diese Mission tragen und ausführen, da bleiben wir auf dem rechten Weg; wo wir nur um uns selbst drehen-auch als Kirche- da verlieren wir uns selbst. Wo sollte ich mich finden lassen? Wo wäre der Rückweg nötig, wenn auch schwer? Vertrauen wir Gott, der nach uns sucht und uns finden möchte?

 

„Herr Jesus Christus, Guter Hirt, vom Vater gesandt um uns nachzugehen, und uns aus unserer Verlorenheit herauszuführen ins Licht der Gemeinschaft mit Gott und mit den anderen. Wir danken Dir für deine unaufhörliche Suche nach uns, nach mir: so schnell sind wir verloren, allein, einsam und sehnen uns danach, gefunden zu werden, von Dir.“

 

Mo

09

Dez

2019

9.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria-Eucharius-Liborius Wagner-Eulalia- -((Gen.3,9-15.20/98/

 

 

Was ein Mensch nicht kann, das kann Gott, der Herr: einen Menschen vor der Erbschuld und seinen Folgen bewahren. Maria. Sie feiern wir heute(vom 8. Auf den9.12 verlegt in diesem Jahr). Maria, die Morgenröte der Erlösung: sie kann ihr uneingeschränktes und ungetrübtes JA zu Gottes Anliegen sagen und sich ganz darauf einlassen. So hat der Herr uns den Weg geöffnet, der uns, die wir alle vom „Schatten“ begleitet sind, in die Herrlichkeit führt. In Maria wird Der geboren, der alle Schuld auf sich nimmt, sie von uns wegnimmt und uns hinführt ins Licht./ trauen wir Ihm und begleiten wir Maria, lassen wir uns von ihr begleiten, die uns führt.

 

„Herr Jesus Christus, du verdankst Dein irdisches Leben unter uns dem JA Marias, Deiner Mutter. Ihr unverfälschtes Ja, ihr ungetrübtes Leben ist auch unser Weg in die Freiheit von aller Last der Sünde, der Lieblosigkeit, mag sie noch so groß sein. Danke Herr für Deine Mutter, Danke Herr für Dich und für den Glauben an Dich, den Du uns ermöglichst und schenkst.“

 

 

 

So

08

Dez

2019

8.12.2019- -A-II- -2.Advent- -2- -Frieda- -(Jes.11,1-10/72/Röm.15,4-9/Mt.3,1-12)

 

 

Mit Johannes dem Täufer beginnt der Übergang vom Ersten zum Neuen Testament: er ist der letzte der Propheten und zugleich der Wegbereiter des Erlösers. Sein Auftreten ist atypisch: Ort, Outfit, Sprache sind gewöhnungsbedürftig. Johannes ist wie ein lauter Schrei, eine tönende Trompete. Er rüttelt wach und ruft zur Entscheidung. Die Menschen ziehen in Scharen zu ihm hinaus und lassen sich ein auf seine Busspredigt, sie lassen sich taufen und bekennen ihre Sünden. Sie möchten neu beginnen, umkehren.

 

Johannes sieht die Ehrlichkeit der Motivation, oder die Überheblichkeit mancher Zeitgenossen. Da muss er hart auftreten und gegen ihre Selbstsicherheit reden.

 

Trifft er uns auch mit seinen Worten? Lassen wir uns aufrütteln und zum Neubeginn bewegen?

 

„Herr Jesus, Dein Wegbereiter ist nicht zimperlich, seine ganze Art fällt auf und lässt intensiv nachdenken über den eigenen Lebensweg. Sind wir noch in Deiner Spur? Können wir Dir begegnen? Hilf uns, klar zu sehen und neu zu orientieren, wo es nötig und möglich ist."

 

 

 

Sa

07

Dez

2019

7.12.2019- -A-II- -1- -1.Advent- Ambrosius-Gerald-Gerhard—(Jes.30,19-21.23-26/147/Mt.9,35-10,1.6-8)

 

 

Jesus ist ein Wanderer, ein Wanderprediger. Unterwegs lehrt Er in den Synagogen und verkündet die Frohe Botschaft vom Reich Gottes- dazu heilt Er auch von Leiden und Krankheiten. Ich n treibt die Barmherzigkeit um angesichts der vielen Menschen, die „müde und erschöpft sind“ vom Leben auch vom glauben ihrer Zeit. Sie sind alleingelassen, wie „Schafe ohne Hirten“. Die Jünger bittet  er auf die se große Ernte zu schauen: dafür fehlen Arbeiter. Sie sollen Gott bitten, Arbeiter zu senden und sich selbst senden zu lassen.

 

Den Zwölf (Aposteln) gab Er die vollmacht, unreine Geister auszutreiben und von Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Botschaft, die sie mitnehmen und selbst sind: das Reich der Himmel (Gottes Reich) ist nahe herangekommen. Geht und „gebt umsonst, denn umsonst habt ihr empfangen“.

 

„Herr Jesus Christus, Deine wunderbare Botschaft, die schon das gesamte Alte Testament durchzieht, soll die Menschen erreichen können, überall, wo sie sind und überall, wo sie leiden. Wir danken dir für diese erste Woche des Advents, eine Woche der Hoffnung und der Zuversicht.“

 

Fr

06

Dez

2019

6.12.2019- -A-II- -1.Advent- -1- -Nikolaus- Nicole-Henrika Fassbender-Herz Jesu Freitag- -(Jes.29,17-24/27/Mt.9,27-31)

 

 

Der Glaube hilft, der Glaube an den dreifaltigen Gott, der Glaube an Jesus Christus, so können wir das Ereignis verstehen, das zwei Blinde zu Jesus führt.  Zunächst rufen sie Jesus zu  “Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids“ wodurch sie schon den Glauben an diesen Mann aus Nazareth aussprechen. Jesus geht jedoch ins Haus, geht also nicht sofort darauf ein. Die beiden folgen Ihm.

 

Jesus fragt sie: „glaubt ihr, das sich euch helfen kann?“ Sie antworten „ja, Herr“. Nach diesem doppelten Glaubensbekenntnis geht Jesus auf sie zu, berührt ihre Augen und bestätigt „wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen.“ Drei Mal wird von ihrem Glauben, ihrem Vertrauen gesprochen. Hier liegt der Dreh- und Angelpunkt des Geschehens. Ihre Augen wurden geöffnet, sie konnten wieder sehen, doch ihr Mund soll geschlossen bleiben und es nicht erzählen. Sie jedoch halten sich nicht an dieses Verbot und erzählen überall von Ihm und dem, was Er an ihnen geschehen ließ.

 

Wie sollten sie auch schweigen über das Glück, das ihnen wiederfahren ist.

 

Auf solche Art ist auch des Bischofs Nikolaus diskretes Helfen bekannt gemacht worden. Wäre er sonst zu einem der beliebtesten Heiligen geworden?

 

„Herr Jesus, Du willst und brauchst keine Reklame. Dein Wirken spricht für sich selbst. Doch brauchst Du Zeugen, die mit und ohne Worte vermitteln, wer Du für sie bist. Dieses Zeugnis ist keine Willensentscheidung, sondern ein Ausstrahlen. Herr, gib der Menschheit vieler solches Zeuginnen und Zeugen.“

 

 

28.1.2014- -A-II- -3.Woche- -Thomas von Aquin-Karl der Große- Karoline-Manfred-Josef Freidenametz

 

Er konnte das Wissen seiner Zeit mit dem Glauben in Verbindung bringen, heisst es von Thomas von Aquin, ein Universalgenie seiner Zeit. Wäre das heute noch möglich? Wohl kaum, bei der Weiterentwicklung aller Wissensbereiche. So ähnlich wie Karl der Große in seiner Zeit ein Mitbegründer Europas war, heute jedoch völlig überfordert wäre, alles zu beherrschen.  Wenn wir es recht betrachten, ist jeder Mensch zu seiner Zeit und in seinen Kompetenzen groß, wenn er/sie alle Kräfte einsetzt und dabei aus Liebe und wohlwollend handelt.  Wie ist das mit Jesus, ist er auch ein „Kind seiner Zeit“ und wäre heute in unserer Welt nicht mehr zu Hause?  Schwer zu sagen. Doch Seine Frohe Botschaft von Gott und Sein eigenes Lebenszeugnis bis zur Hingabe aus Liebe bleibt jederzeit aktuell, jung und frisch. Das hat dann mit Wissen oder Macht weniger zu tun, als mit einer Herzenseinstellung, die in Gott gründet. Wer sich heute einsetzt, kann es genau so intensiv, gläubig und liebevoll tun wie gestern oder morgen. Vergleichen wir uns nicht mir anderen, lassen wir uns anspornen, unser Maß zu geben, heute und an jedem Tag, der uns geschenkt ist.

 

27.1.2014- -A-II- -3.Woche- -Angela-Julian

David ist eine wichtige Person im Volk Israel. So berichtet das 2. Buch Samuel 51-10 vom Einfluss, den er zunehmend hatte. Daher kommen die Menschen zu ihm und bitten ihn, ihr König zu werden. Die ältesten salben ihn und er wird 40 Jahre ihr König sein. Hier ist der König noch ein „von Gottes Gnaden“, wie ein Hirt seines Volkes im Auftrag Gottes. Im Evangelium von Markus 3,22-30 beschimpfen Schriftgelehrte aus Jerusalem Jesus als von Beelzebul besessenen Menschen. Sie konnten es nicht begreifen und zulassen dass jemand, der nicht mit Jerusalem zusammen wirken wollte, in Gottes Namen auftreten könne und Gutes tun. Der muss folglich „besessen sein“. Jesus entkräftet dieses Argument: wie kann der Satan gegen sich selbst kämpfen? Dann führt Jesus ein Wort an, das uns hart erscheint: in Vers 28-29 sagt Jesus, dass dem Menschen alle Vergehen vergeben werden, wer jedoch „dem Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung“. Wer dieses Wort tiefer betrachtet, der wird zu der Einsicht kommen, dass Jesus Recht hat. Wer dem heiligen Geist der Wahrheit und der Klarheit nicht vertraut und Ihn zurückweist, dem kann eigentlich nicht geholfen werden, der bleibt im Dunkeln des Nicht-Verstehens, wer die Liebe Gottes in Frage stellt und zurück weist, kann sie nicht spüren.

 

 

27.1.2014- -A-II- -3.Woche- -Angela-Julian

 

David ist eine wichtige Person im Volk Israel. So berichtet das 2. Buch Samuel 51-10 vom Einfluss, den er zunehmend hatte. Daher kommen die Menschen zu ihm und bitten ihn, ihr König zu werden.  Die ältesten salben ihn und er wird 40 Jahre ihr König sein.  Hier ist der König noch ein „von Gottes Gnaden“, wie ein Hirt seines Volkes im Auftrag Gottes.  Im Evangelium von Markus 3,22-30 beschimpfen Schriftgelehrte aus Jerusalem Jesus als von Beelzebul  besessenen Menschen. Sie konnten es nicht begreifen und zulassen dass jemand, der nicht mit Jerusalem zusammen wirken wollte, in Gottes Namen auftreten könne und Gutes tun. Der muss folglich „besessen sein“.  Jesus  entkräftet dieses Argument: wie kann der Satan gegen sich selbst kämpfen?  Dann führt Jesus ein Wort an, das uns hart erscheint: in Vers 28-29 sagt Jesus, dass dem Menschen alle Vergehen vergeben werden, wer jedoch „dem Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung“. Wer dieses Wort tiefer betrachtet, der wird zu der Einsicht kommen, dass Jesus Recht hat. Wer dem heiligen Geist der Wahrheit und der Klarheit nicht vertraut und Ihn zurückweist, dem kann eigentlich nicht geholfen werden, der bleibt im Dunkeln des Nicht-Verstehens, wer die Liebe Gottes in Frage stellt und zurück weist, kann sie nicht spüren.

 

David ist eine wichtige Person im Volk Israel. So berichtet das 2. Buch Samuel 51-10 vom Einfluss, den er zunehmend hatte. Daher kommen die Menschen zu ihm und bitten ihn, ihr König zu werden.  Die ältesten salben ihn und er wird 40 Jahre ihr König sein.  Hier ist der König noch ein „von Gottes Gnaden“, wie ein Hirt seines Volkes im Auftrag Gottes.  Im Evangelium von Markus 3,22-30 beschimpfen Schriftgelehrte aus Jerusalem Jesus als von Beelzebul  besessenen Menschen. Sie konnten es nicht begreifen und zulassen dass jemand, der nicht mit Jerusalem zusammen wirken wollte, in Gottes Namen auftreten könne und Gutes tun. Der muss folglich „besessen sein“.  Jesus  entkräftet dieses Argument: wie kann der Satan gegen sich selbst kämpfen?  Dann führt Jesus ein Wort an, das uns hart erscheint: in Vers 28-29 sagt Jesus, dass dem Menschen alle Vergehen vergeben werden, wer jedoch „dem Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung“. Wer dieses Wort tiefer betrachtet, der wird zu der Einsicht kommen, dass Jesus Recht hat. Wer dem heiligen Geist der Wahrheit und der Klarheit nicht vertraut und Ihn zurückweist, dem kann eigentlich nicht geholfen werden, der bleibt im Dunkeln des Nicht-Verstehens, wer die Liebe Gottes in Frage stellt und zurück weist, kann sie nicht spüren.

 

16.1.2014- -A-II- -1.Woche- -Marcellus-Tillo- Theobald

16.1.2014- -A-II- -1.Woche- -Marcellus-Tillo- Theobald

 

Im Anfang des Markusevangeliums geht es  „Schlag auf Schlag“, es scheint, was wäre Jesus in Eile, um das Reich Gottes unter den Menschen zu verkünden und lebendig werden zu lassen.  Nach der Schwiegermutter des Petrus  und den vielen Kranken am Abend, hat sich Jesus zurückgezogen, allein, um zu beten. Heute kommt nun ein Aussätziger auf Ihn zu (Mk.1,40-45) und bittet Jesus um Hilfe. Er tut es sehr demütig, mit der Bitte „wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werden“. Wenn du willst- diese Bitte sollten wir all unseren Bitten und Fürbittgebeten voranstellen, so wie wir es im Vater Unser auch sagen „dein Wille geschehe“.   Die Reaktion Jesu ist überraschend, für Ihn selbst gefährlich: Jesus hatte Mitleid mit ihm, streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: ich will; es, werde rein! Wer Kontakt mit Aussätzigen, Ausgegrenzten aufnimmt wird selbst unrein und ausgegrenzt. Dieses Risiko geht Jesus ein, mehr noch, er berührt ihn und erklärt feierlich und definitiv den Willen Gottes, dass der Mensch rein werde. Rein von Aussatz und von allem, das ihn unrein macht, besonders die Sünde.  Hier wird deutlich, warum Jesus so in Eile ist: alle, die irgendwie gefangen sind in unmenschlichen oder untermenschlichen Lagen sollen so schnell wie möglich frei und rein werden. Da soll und kann ihn niemand aufhalten. Obwohl sich die Opposition sich schon ankündigt, denn Jesus schärft dem Geheilten ein, es nicht zu erzählen. Denn damit würde Jesus sofort in die Schusslinie der Gesetzestreuen geraten. Das weiß Jesus, als Er so frei handelt- doch möchte er nicht sofort schon in die Schusslinie geraten, etwas Zeit zum Verkünden (in Wort und Tat) braucht Er schon noch.

 

15.1.2014- -A-II- -1. Woche- -Laura-Arnold Jansen- erster Erscheinungstag Mariens in Banneux 1933

 

Die Berufung des jungen Samuel hat mich seit Kindertagen begeistert und angesprochen: unter der Aufsicht Elis versieht er seinen Dienst als Helfer im Heiligtum. Da ruft ihn Gott während seines Schlafes; Samuel hört, springt auf und läuft zu Eli und sagt „hier bin ich, du hast mich gerufen“. Dieser antwortet klar: „ich habe dich nicht gerufen, geh wieder schlafen“. Diese Vorgang wiederholt sich, bis Eli merkt: hier ist etwas  im Gange , das mich übersteigt, hier ist Gott im Spiel. Er rät dem Jungen: wenn er dich noch einmal ruft, dann antworte: „Hier bin ich, rede Herr, dein Diener hört“. So geschah es und der junge Samuel stellte sein Leben Gott zur Verfügung. In diesem Text stehen sich die Wachheit und Bereitschaft des Jungen und die Schläfrigkeit und Schwerfälligkeit des alten Lehrers gegenüber. Ist das in unserem Leben nicht oft genauso?  Bis wir etwas Neues anerkennen und für möglich halten, muss oft an uns appelliert werden. Vielleicht ist es heute anders.

 

14.1.2014- -A-II- -1.Woche- -Helga, Reiner, Felix

 

Wo Jesus auftritt und Seine Botschaft verkündet wird, da bleibt nicht alles beim Alten, da ist Position gefordert. Für Ihn oder gegen Ihn, einverstanden oder nicht, neutral gibt es nicht.  Im Laufe des Lebens kann sich die Einstellung zu Ihm ändern, verwandeln oder auch radikal anders werden. Achten wir auf diese Veränderungen?  Sicher ist heute bei vielen schon eine Gleichgültigkeit eingetreten, so dass die Sache überhaupt nicht mehr interessiert, nicht mehr vorkommt.  Und doch ist unter dieser äusseren Schale oft noch ein Funke Sehnsucht.  Wenn wir dort berührt werden, kann das, was erloschen schien, neu entflammen. Darauf vertraut der Herr, wenn Er sich Menschen zuwendet und um sie besorgt ist, wie der Gute Hirt, der alle seine Schafe im Auge behält und im Herzen trägt, auch  wenn sie ihm den Rücken kehren.  Niemand ist für ihn ein hoffnungsloser Fall, auch Hanna nicht, wie in der Lesung aus dem 1. Buch Samuel.

 

 

 

13.1.2014- -A-II- 1.Woche- -Hilarius-Gottfried-Ivette-Yvonne

 

Wir beginnen mit der Zeit im Jahreskreis, in der Liturgie mit der grünen Farbe der Paramente, und wir treten ein  in das erste Buch Samuel und in das Markusevangelium. Markus 1,14-20 setzt den Beginn der Verkündigung Jesu in Szene: Johannes der Täufer (von dem gestern noch die Rede war) wurde aus dem Verkehr gezogen und ins Gefängnis geworfen. Das ist das Stichwort für Jesus: er geht nach Galiläa und dort ist sein erstes überliefertes Wort: „die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium“. Diese erfüllte Zeit, die Zeit in  ihrer tiefen Bedeutung, die wichtige Zeit, die entscheidende Zeit ist nun da, das Reich Gottes ist in der Welt verankert durch die Menschwerdung des göttlichen Wortes. Was in der Heiligen Nacht geschehen ist, das wird der erwachsene Jesus nun verkündet in Wort und Tat bis zur Hingabe am Kreuz und zur Auferstehung.  Sofort ruft Jesus Menschen zur sich, die Ihm nachfolgen und mit Ihm diese Botschaft überall hin tragen sollen. Fischer, einfache Arbeiter aus Galiläa sollen mit dieser neuen Botschaft, der Frohen Botschaft, in die Welt hinausziehen. So werden sie Menschen auffangen und eingliedern in den neuen Bund. Was Jesus damals trat, das tut Er auch heute. Lassen wir uns ansprechen!

 

12.1.2014- -A-II- -Taufe des Herrn- -Ernst-Hilde-Tatiana

 

An diesem Sonntag, dem Fest der Taufe des Herrn durch Johannes am Jordan beginnt das öffentliche Wirken Jesu. Er startet erst, nachdem er die Busstaufe Johannes des Täufers empfangen hat. Johannes wehrt sich zuerst, denn es müsste umgekehrt geschehen.  Doch Jesus will es so, um die rechte Haltung vor Gott zu leben. Jesus in der Reihe der Bußfertigen Sünder. Jesus ganz „unten“, und der Himmel öffnet sich: Gottes Geist kommt auf Ihn herab und die Stimme des Vaters bestätigt Ihn genau jetzt als vielgeliebten Sohn. Welch eine Offenbarung, der große Weltenschöpfer, der sich im Kind der Krippe offenbart, führt diese Offenbarung weiter in dieser Haltung der Demut mitten unter den Sündern. In diesem Herabsteigen in den Jordan wird die Menschwerdung des Herrn nochmals angedeutet, doch auch schon sein  Leiden und Sterben am Kreuz.  Dieser Jesus, der sich auf diese Art vorstellt, ist „unser Mann“, dem wir vertrauend folgen wollen auf allen unseren Wegen, weil Er uns begleitet auf all unseren Wegen.  In Ihm öffnet sich uns der Himmel und Seine Taufe gibt unserer Taufe einen tieferen Sinn: wir werden Ihm gleichgestaltet und wir empfangen Gottes Geist, der uns vom Vater her bestätigt als Söhne und Töchter, die der Vater liebt.

 

11.1.2014—A-II- -Weihnachtszeit- -Paulinus

 

Nun geht die schöne und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit wieder zu Ende. Was haben wir alles da hinein gewünscht und was ist daraus geworden? Es waren uns angebotene Wochen der Besinnlichkeit und Ruhe, der Offenheit für Gottes Geschenk in der Menschwerdung des Sohnes und in der Menschwerdung des Menschen. Nun geht diese Botschaft der Freude in die Welt hinein, in den Alltag, in die konkreten Abläufe des Lebens und der Welt. Wird sie dort ein Echo finden, wird sie dort aufgenommen, angenommen und gelebt? Die Frage richtet sich auch an jede und jeden von uns: welchen Widerhall findet sie in meinem Leben?  Geben wir ihr die grösstmögliche  Chance, sich entfalten zu können. Denn dazu ist der Allerhöchste der Sohn und Bruder an unserer Seite geworden.

 

10.1.2014- -A-II- -Weihnachtszeit- -Gregor

 

Ein Wort der Erläuterung für die Leser von MAGNIFIKAT:  die Lesungen, die dort abgedruckt sind stimmen nicht überein mit den Lesungen der hl. Messe bei uns. Warum? Weil in deutschen Bistümern das Fest Erscheinung immer am 6.1. (also meist wochentags) gefeiert wird, bei uns und in anderen Ländern aber an einem Sonntag entweder VOR oder NACH dem 6.1.  Daher beginn wir dann etwas früher oder später mit den Lesungen NACH dem Fest und so kommen wir fast in jedem Jahr in einen anderen Rhythmus.  Wir lesen heute die Lesungen von morgen. (siehe dazu den Wochentagsschott) .

 

Es sind allerdings Texte, die jeweils von einem Beginn, einem neuen Ansatz sprechen, der mit Jesus zu den Menschen gekommen ist. Dieses „Neue“ in Jesus wird an diesem Tag in Lukas 5,12-16 in der Heilung eines Aussätzigen ausgedrückt. War bisher der Aussatz ein Grund, den Kranken auszuschließen und jeden Kontakt mit ihm zu meiden, lässt Jesus sich ansprechen, geht auf ihn ein und berührt ihn sogar. Ausdrücklich sagt Jesus „Ich will es-werde rein!“ Im gleichen Augenblick ist der Mann rein. Das ist wirklich ein ganz neues Verhalten. Daher bittet Jesus den Geheilten streng, es nicht weiter zu erzählen, damit Jesus nicht ins Kreuzfeuer gerate. Doch die Sache wird publik und Jesus kann sich kaum retten vor den Menschen. Er zieht sich zurück, an einen einsamen Ort, dort bete Er. Wir haben solche Texte schon oft gehört und spüren nicht mehr genug die „Neuheit“ im Verhalten Jesu. Daher ist es gut, in diesen Tagen nach Weihnachten und Erscheinung auf das neue zu achten, das mit Jesus begonnen hat.

 

9.1.2014- -A-II- -Weihnachtszeit- - Eberhard-Julian

 

Gott ist zuerst, Seine Gnade ist vorrangig. Diese Glaubensaussage steht als Ausgangspunkt aller eigenen Antworten auf Gottes Liebe. So ruft es uns jede Seite der Heiligen Schrift in Erinnerung, von der Genesis ausgehend.  Einen solchen Beginn lässt uns das Lukasevangelium heute lesen und hören: im 4. Kapitel geht Lukas auf Jesu Auftritt in der Synagoge ein.  Hier liest Jesus aus dem Propheten  Jesaja vor und deutet danach sofort diese Worte mit der Aussage „Heute hat sich dieses Wort erfüllt“.  Wo Gott spricht, wo Jesus auftritt, redet und handelt, da setzt Gott den neuen Beginn, heute, sofort. Alles Tun des Menschen ist dann Antwort auf Gottes Initiative, auf Gottes Kommen zu uns. So können wir heute bedenken, dass heute nicht nur ein neuer Tag beginnt, sondern Gott es neu mit uns aufnimmt…. Es schon mit uns aufgenommen hat.

 

 

8.1.2014- -A-II- -Weihnachtszeit- - Severin-Gudrun

 

Jesus Christus, der Herr, „erscheint“ unter uns Menschen als Mensch, den die Hirten finden und den die Weisen durch den Stern erkennen.  In Markus 6  erscheint er als jener, der die Not und den Hunger der M enge sieht und der Abhilfe schafft, dann erscheint er den Jüngern auf dem See und ruft ihnen zu: „habt Vertrauen-ich bin es“ . Alle diese Erscheinungen des Herrn und alle folgenden unterstreichen, wie sehr Gott die Menschen am Herzen liegen: Gott liebt sie alle, ohne Ausnahme und ohne Abstriche. Diese FROHE Botschaft lässt die Menschen aufleben und ruft alle, die Gott ernst nehmen und lieben wollen, zur Gegenliebe auf: Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen.  Die Erscheinung Gottes ist nie erschreckend oder Angst machend, doch stellt sie die eigene oft enge Sicht des Menschen in Frage und fordert ihn heraus.  So wird die Weihnachtsbotschaft der Menschwerdung  über die Weihnachtszeit hinaus unser Leitmotiv sein und bleiben.

 

 

 

7.1.2014- -A-II- -Weihnachtszeit- -Valentin-Raimund-Sigrid-Reinhold-

 

Nach dem Beginn des öffentlichen Auftretens Jesu im Land desheidnischen Galiläa, wo das Volk im Dunkeln lebte,  kommt ihm dieses Volk wie Schafe, die keinen hirten haben. Daher lehrte Er sie lange.  Denn vor dem Brot oder mit dem Brot für den Leib brauchen  die Menschen des Volkes ein Wort, das zu Herzen geht und sie innerlich nährt.  Diese Nahrung brauchen die Menschen auch heute für ihr inneres Leben, für ihre Seele, für den Glauben. Dann bekommt das Brot für den Leib seine wahre Bedeutung und „nährt doppelt“.  Dieser Abschnitt aus Markus 6,34-44 hat auch deutlich eucharistische Züge: wie Jesus mit den 5 Broten und 2 Fischen umgeht lässt die Worte und Gesten des Abendmahles, der Eucharistie anklingen.  Hier wird ausgesagt, dass die doppelte Nahrung des Wortes und des Brotes zusammen fallen.  Wenn wir gläubig die Eucharistie feiern, werden wir durch die Nahrung gestärkt. Mehr noch: die Nahrung der Eucharistie führt die Teilnehmer zu einem Teilen des Brotes draußen in der Welt: das Wort und die Nahrung. Die Sternsinger möchten uns diese doppelte Bedeutung  ganz konkret an den Haustüren vor Augen führen.

 

 

6.1.2014- -A-II- -Weihnachtszeit- -Caspar-Melchior-Baltasar

 

Auch wenn heute die Schulen wieder beginnen, geht die Weihnachtszeit noch eine Woche weiter als Zeit „nach der Erscheinung des Herrn“, das heute in vielen Kirchen gefeiert wird. Es ist auch das Weihnachtsfest der Ostkirchen, die einem anderen Kalender folgen, als wir es tun. Das außergewöhnliche Treffen, das genau vor 50 Jahren Papst Paul VI. mit dem Patriarchen Athenagoras im Heiligen Land hatte, war ein wichtiger Schritt der Ökumene zwischen Papst aus Rom und dem Patriarchen aus Konstantinopel, beide Feste (25.12 und 6.1) begegneten sich dort im Friedensgruß beider Kirchenmänner. Im Mai wird Papst Franziskus den Spurend er damaligen Pilgerreise nachgehen.  So geht langsam aber doch stetig der Weg weiter, der zueinander führt. Sterndeuter aus dem Osten waren Wege gegangen, um das Kind zu finden, den König der Juden. Immer sind Menschen unterwegs zum Kind, zum Messias, zum Retter, den Gott sendet.  Den Männer aus dem Osten legt Ilse Pauls folgende Worte in den Mund: „wir wollten Sterndeuter sein, den richtigen Weg finden., die eine Wahrheit suchen- rein wie Gold, das Gebet finden- heilsam wie Weihrauch,-Myrrhe vergangenen Leidens in Trän en verwandeln, ankommen wollten wir im Geheimnis des Lebens“. Wollen wir das nicht auch?

 

 

5.1.2014- -A-II- -Erscheinung des Herrn- Weihnachtszeit

 

Am Sonntag vor oder nach dem 6.1 feiern wir die Offenbarung, Erscheinung des Herrn (Epiphanie): in den Gestalten der Sterndeuter aus dem Osten erkennen wir, dass Gott Seinen Sohn für alle Menschen, für alle Völker und Rassen sendet und, dass Er sich finden lässt, wenn Menschen sich auf den Weg machen.  Es ist eine Reise, eine Wegstrecke unter einem „guten Stern“. Dieser Stern macht sie neugierig, lässt sie nach der Bedeutung suchen und nachfragen, auf wen dieser Stern hinweisen will. In der Stadt Jerusalem scheint dieser Stern verdeckt zu sein, also, denken sie, sind wir am Ziel; Sie fragen am Königspalast nach dem neugeborenen König. Da erschrecken alle Herodes und die Bevölkerung. Vor eine Neugeborenen, einem Kind, geraten sie in Panik. Sie suchen Rat und finden in den Schriften einen Hinweis. Den gibt der König den Weisen weiter, sie sollen suchen und ihm dann berichten, damit er selbst hingehen kann.  Als die Sterndeuter wieder auf dem Weg sind ist auch der Stern wieder sichtbar. Sie folgen ihm bis zu dem Ort, wo das Kind ist. Sie fallen vor dem Kind nieder, beten an (huldigen ihm) und geben ihre Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe. Dann kehren sie auf einem anderen Weg in ihr Land zurück, weil sie in Herodes eine Gefahr für dieses Kind sehen.  Welcher Weg ist uns abverlangt, um zu Jesus zu finden, Welche Hindernisse und Gefahren sehen wir auf unserem Glaubensweg? Welcher Stern hilft uns, den Herrn zu finden?  In welcher Haltung kehren wir „verwandelt“ in den Alltag zurück?

 

4.1.2014- -A-II- -Weihnachtszeit- -Roger-Angela

Die Festkreiszeit Weihnachten strebt einem zweiten Höhepunkt zu, dem Fest der Erscheinung des Herrn, das am 6.1 oder am Sonntag davor oder danach auf dem Kalender steht. In diesen Tagen werden bei der hl. Messe Auszüge aus den Johannesbriefen gelesen. Da sehr wenige Ereignisse aus der Kindheitsgeschichte bestehen, werden (auch schon im Advent) Texte vom Wirken Jesu angeboten, wo u.a auch Johannes der Täufer eine wichtige Rolle spielt. So heute in Joh.1,35-42: der Täufer steht mit seinen Jüngern am Jordan, dem Ort der Taufe. Als Jesus vorüberging, schaute Johannes in dessen Richtung und sagte „seht das Lamm Gottes“. Die beiden Jünger hörten das und folgten Jesus. Hier beginnt nun die Jesusgeschichte mit Seinen Jüngern und der Übergang so mancher Johannesjünger zu Jesus hin. Der Erste Bund wendet sich dem Neuen Bund in Jesus von Nazareth zu und löst ihn ab. Bis heute hin reicht diese „Be-Wegung“, diese Nachfolge von Männern und Frauen. Bis heute wirkt die Anziehungskraft des Jesus von Nazareth auf Menschen und beheimatet sich in der Christengemeinde, in der Kirche. Wie erleben wir das? Was hat uns bisher auf diesem Weg motiviert und geprägt?

 

3.1.2013- -A-II- -Weihnachtszeit- Name JESUS- Herz Jesu Freitag- Genoveva-Odillo

 

Der Name hat eine Bedeutung, die wir nicht unterschützen. Bei der Namenswahl für eine Neugeborenes werden verschiedene Kriterien mitspielen, das Internet hilft da oft nach. Doch für uns Christen sollte mitspielen, welche christliche Bedeutung der Name hat und auf welche heilige Person er sich berufen kann. Wir laufen ja nicht einer Mode nach, sondern werden hineingeboren in eine Heilsgeschichte, die Gott mit uns gestaltet. „Am achten Tag, als das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte“, so hörten wir es am Neujahrstag. Diesen Namen Jesus feiern wir heute, eng zusammen mit dem Herz- Jesu- Freitag: Gott rettet, so heißt Jesus in unserer Sprache. Dieser Name ist Programm für den Träger, den Sohn des Zimmermanns aus Nazareth. Auf diesen Namen sind wir getauft, als wir in der Taufe unseren Namen erhielten; Jesus, der mit dem Vater und dem Geist der Liebe EIN Gott ist.  Wir können uns heute mit dem Namen Jesus beschäftigen und uns fragen, was er unserem Leben bedeutet. Wir können unsere eigenen Vornamen betrachten und ihre Bedeutung für unser abfragen und nachspüren, ob sich darin ein Lebensideal verbirgt. Das neue Jahr mit dem Namen Jesus beginnen dürfen ist ein Segen für uns und die Menschheit.

 

2.1.2013- -A-II- -Weihnachtszeit- -Basilius-Gregor

 

Na, gut in 2014 angekommen?  K.H.Söhler meint zum Jahreswechsel: „wenn das alte Jahr erfolgreich war, dann freue ich mich aufs neue, und war es schlecht- ja dann erst recht“.  An und für sich ändert sich ja- außer der Jahreszahl- nichts, doch ist der Anlass ein Anstoß für die eine oder andere Entscheidung oder Neuorientierung.  Auf jeden Fall gibt die Zeiteinteilung Gelegenheiten zum Überblick, zur Bilanz, und Ansätze, Dinge anzugehen.  Zudem erkennen wir, dass die Zeit kein Kreislauf ist und wir immer wieder von vorne  beginnen (müssen/können), sondern ein Vorwärtsgehen. Das Ziel ist nicht nur der 31.12, sondern die Vollendung und Fülle bei DEM, der uns das Leben gab und jeden Tag neu gibt. Unter Seinem Segen (Seinem guten Wort für uns) können wir getrost gehen.

 

 

1.1.2014- A-II- - Neujahr- -Name Jesus-Gottesmutter Maria- Welttag des Friedens

 

Wie oft haben wir jetzt schon den Jahreswechsel erlebt, bewusst erlebt?  Jeweils neue Erwartungen knüpfen wir an diesen Wechsel und gewisse Befürchtungen verbinden wir damit. Dabei geht alles doch weiter wie bisher, nur dass eine neue Jahreszahl erschient und vieles anders (teurer) wird im Alltag. Doch kann es eine Gelegenheit sein, das eine oder andere anzugehen, zu entscheiden, zu wagen, zu lassen. Vor allem steht der Wunsch nach Gesundheit und Frieden im Vordergrund.  Seit vielen Jahren steht der 1.1. unter dem Wunsch nach Frieden. Möge der heutige Tag unter dem Namen JESUS, den das Kind am 8. Tag bekam, und unter der Mutterschaft Mariens eben dieses Kindes, uns alle ermutigen, diesem Frieden Raum zu geben. Frieden ist uns gegeben in diesem göttlichen Kind, doch liegt er in unseren Händen. Und in diesen Händen ist dieser Friede zugleich behütet und bedroht, wir kennen uns ja alle selbst gut genug. Geben wir dem Frieden in diesem Jahr eine wirkliche Chance.

 

31.12.2013- -Weihnachtswoche- -Sylvester-Melanie-Catherine Labouré

 

Das letzte Blatt zittert am Kalenderblock: „morgen ist‘s um mich gescheh‘n“. Der neue Block liegt schon bereit. Bilanzen werden uns heute in allen Bereichen angeboten und Wünsche, Absichten für 2014 angedacht.  Können wir es, im Glauben, auch noch anders sehen?  Der ewig liebende Gott bleibt treu, bleibt sich treu, bleibt uns treu, was auch immer geschieht.  In diese Wahrheit dürfen wir uns hineinlegen, wie in eine wohltuende Decke. Natürlich nicht, um uns nun einfach untätig auszuruhen, aber mit all unseren Tätigkeiten eingehüllt in dieses große Vertrauen in den Gott der Liebe.  So wird jede Zeit zur heiligen Zeit, zur geheilten Zeit, was immer uns auch entgegenkommt. In Gottes Barmherzigkeit kommt immer dieser Menschenfreund auf uns zu und begleitet uns auf allen Wegen. Dafür sind wir heute so dankbar, auch für das eigene Leben in 2013. Das gibt uns Mut für die kommende Etappe, die ja eigentlich nur in der Jahreszahl ändert, alles und alle nehmen wir mit über die Schwelle.

 

30.12.2013- -A-II- -Weihnachtswoche- -Felix-Richard

 

Eine ganz kurze Zeit „zwischen den Jahren“ verbleibt uns, um 2013 zu verabschieden und uns auf ein neues Jahr einzustellen.  Die Liturgie feiert den 6. Tag der Weihnachtsoktav und freut sich an der Menschwerdung unseres Gottes in Jesus.  Der 1. Johannesbrief 2,13-17  spricht von der Wirkung des Namens Jesus, der Sünden vergibt, das Böse besiegt und zum Vater im Himmel führt.  Deshalb ist die vertrauensvolle Beziehung zu Jesus Christus so wichtig für die Gläubigen.  Im Evangelium (Lukas 2,36-40)  wird von der hochbetagten Hanna berichtet, die bis ins hohe Alter die Hoffnung  Israels auf den Erlöser in sich wach gehalten hat und nun, als Jesus im Tempel dargestellt wird, in diesem Kind den erhofften und erwarteten Retter erkennt. Ausdauer lohnt sich, Treue und Vertrauen.  In dem Kind in der Krippe tut sich eine neue Welt auf, ein neues Miteinander ist möglich. Wo dieses Kind ist, wendet sich das Leben der Menschen, die „in die Arme nehmen“ zum Besseren hin, der Himmel berührt die Erde.

 

29.12.2013- - A-II- -Weihnachtswoche- Thomas Bekett-Tamara-David

 

Die Festwoche von Weihnachten beherbergt auch das Fest der Heiligen Familie. Diese Familie ist von Anfang an immer wieder zu Neubeginn und Improvisation gezwungen, denn die Gefahren lauern hier und dort. Die Boten Gottes beraten Josef, der die Aufgabe hat, Mutter und Kind zu schützen, zu retten, durch die Flucht und dann die Heimkehr. Es steckt aber noch mehr in dieser Szene: Gott bietet sich einer Familie an, braucht eine Familie, um selbst als Gott unter den Menschen, als „Gott-mit-uns- bestehen zu können. Welche Demut, Verfügbarkeit und Verletzbarkeit Gottes entdecken wir hier.  Die meiste Zeit seines irdischen Lebens ist Jesus in der Familie ehe Er öffentlich auftritt , um die neue Familie der Kinder Gottes zu sammeln.  Wie Gott das JA Mariens braucht, um Mensch werden zu können unter uns Menschen, so braucht Er das Ja Josefs und Mariens, um in der Familie heranwachsen und reifen zu können für Seinen Auftrag bei uns Menschen. So beten ,wir heute für unsere Familien, die anderen Herausforderungen ausgesetzt sind, dass sie zusammenhalten und einander jene Stütze sind, die alle brauchen, um Mensch und Christ werden zu können. Besonders die bedrohten Familien, die Flüchtlingsfamilien nehmen wir in unser Gebet, und die vielen verwahrlosten Kinder und Jugendlichen, die Alleinerziehenden …. Der „Gott-mit-uns-„ ist es für alle und jede und jeden.

 

 

 

28.12.2013- -A-II- -Weihnachtswoche- - Unschuldige Kinder

Die Tage unmittelbar nach dem Weihnachtsfest sind kontrastreich: Martyrium des Stefanus, Evangelist und Apostel Johannes, Mord an den unschuldigen Kindern durch Herodes. Wie bringen wir das alles zusammen? Das Kind in der Krippe, der Sohn des Allerhöchsten kommt nicht in eine heile Welt und Menschheit, sondern er kommt, um diese Welt und Menschheit zu heilen. Wo solch eine Klarheit der Liebe aufkommt, da ist einerseits ein Johannes möglich, der sich dieser Liebe voll und ganz verschreibt, da ist andererseits sofort Opposition zu spüren, die dieses helle Licht eintrüben möchte, und die vor keiner Gewalt zurückschreckt. Was die Bibel in solchen Bildern berichtet ereignet sich weltweit immer wieder: Kinder sind Opfer der Großen, die ohne Rücksicht ihre Vorhaben durchpeitschen. Die Methoden sind anders geworden, das Resultat ist gleich: Kinder kommen zu Schaden, das „Kind in jedem Menschen, die Seele“ wird vernachlässigt, bleibt unterernährt, wird abgetötet.. Das göttliche Kind, das für die Würde eines jeden Menschenkindes eintritt, wird von Anbeginn als Störenfried und Spielverderber gesehen und muss einfach weg. Wir können diesen Gedanken unsere eigenen Überlegungen hinzufügen.

 

27.12.2013- -A- II- -Weihnachtswoche- -Johannes-Fabiola

 

Die Weihnachtstage entfalten einen großen Fächer von Kostbarkeiten: am 3. Tag den Apostel Johannes, der in gewaltiger Sprache die Frohe Botschaft Jesu verfasst und verkündet hat. Andres als seine „Kollegen Evangelisten“ hat er eine poetische, symbolhafte Sprache und kleidet die Menschwerdung Jesu einfach in  das Bild:“ das Wort ist Fleisch geworden“. Vieles andere hat Johannes und seine Gemeinde in das Evangelium einfließen lassen, das anders aufgebaut und inhaltlich dargestellt ist als die 3 Synoptiker. Es ist ein großer Liebender, der Jesus gefunden hat und den er als Maßstab des Weges zu Gott auftreten lässt, von der ersten Seite des Schreibens an schon als Sieger, als Auferstandener. Die 3 Briefe von ihm entfalten diese Botschaft, immer auch in Auseinandersetzung mit Lehren, die Jesus „verzerren“.  Johannes, der Freunde Jesu, möchte dass der Leser, dass wir Freunde Jesu werden, der uns die Freundschaft Gottes auf einzigartige Weise nahe gebracht hat.

26.12.2013- -A-II- -2. Weihnachtstag – Stefanus

 

Da ist die Liebe geboren und alle, die sich liebend einsetzen. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass am 2. Weihnachtstag ein Märtyrer gefeiert wird. Stefanus hat sich der Liebe Gottes ganz anvertraut und sie so stark gelebt, dass er bereit war, für sie zu sterben. Und genau diese Liebe rettet ihn aus dem Tod und führt ihn in die Ewige Liebe. Hierdurch wird deutlich, dass nichts die Liebe aufhalten kann und schon gar nicht töten kann.  Das Kind in der Krippe bringt diese Liebe des Himmels zu uns Menschen und BLEIBT in allen Situationen bei uns, in uns.  Sie forderte, durch ihre Anwesenheit, die Angriffe des Bösen heraus. Dieses Böse, diese Bösen können  zwar eine Form von Leben töten, aber nicht das Leben und nicht die Liebe. Und der Zeuge (oder Anstifter) dieser Szene der Ermordung des Stefanus, Saulus, wir durch die Liebe und das Gebet des Stefanus… selbst durch diese Liebe angerührt, überwältigt und beauftragt. Später wird er mehr aushalten, als er dem Stefanus angetan hat und wird Zeuge dieser Liebe sein über Hindernisse und Grenzen hinweg bis zum eigenen Märtyrertod. Wunder über Wunder, all das in diesem Kind der Krippe beheimatet- Er ist die Quelle unseres neuen Lebens. Stefanus, genau wie sein Herr und Meister, ein treuer Zeuge der Treue Gottes zu Seinen Geschöpfen.

 

25.12.2013- -A-II- -WEIHNACHTEN-Eugenia-Anastasia

 

Nach 24 Tagen der Erwartung und der Suche haben wir die Heilige Nacht erreicht und sind dem Neugeborenen begegnet in der Höhle auf den Feldern Betlehems. Jedes Jahr zieht der Patriarch des Heiligen Landes Mgr van Thual feierlich in die Geburtskirche von Betlehem ein und feiert dort DEN Heiland, der an dieser Stelle das Licht der Welt erblickte. Ja, Er, der DAS LICHT der Welt ist, wird ein Kind wie jedes Menschenkind und erblickt das „Licht der Welt“ genauso wie wir alle. Welch ein Gott! Er, der Schöpfer von allem und von allen, wird Geschöpf an unserer Seite. Er vertauscht nicht nur die Kleider , die Er nach kurzer Zeit wieder wechseln wird, wie vorher. Nein, Er wird einer von uns, wie wir, in „Windeln gewickelt“, von einer Mutter genährt und ab da in ‚allem uns gleich, außer der Sünde“, um uns genau auf diese Weise von unserer Sünde frei zu machen Dies tut Er nicht „von Weitem“, quasi „ohne sich selbst die Finger schmutzig zu machen“- nein, Er nimmt die Sünde der Welt auf sich, ganz und vollkommen, so dass Er beladen, wir jedoch frei sind. Welch ein Gott!  Könnten wir das doch verstehen, oder zumindest ein wenig davon ergriffen werden,  wir würden Weihnachten bestimmt etwas anders feiern, als es noch allzu oft geschieht. Denn DAS Geschenk ist ER! Was geben wir Ihm denn von uns, von unserem Leben, aus Dankbarkeit- nicht nur heute, sondern an allen Tagen unseres Lebens? Das Kind in der Futterkrippe von Betlehem  ist der Friedensfürst, der starke Gott. Da ist wirklich stark! (oder cool, wie manche sagen würden).

 

24.12.2013- -A-II- -4.Adventswoche- Heiliger Abend-Adam und Eva

 

Der 24.12 hat im Leben der meisten Menschen einen ganz besonderen Klang und weckt frohe und auch schmerzliche Gefühle. Es ist der Tag, der vom Abend und von der Nacht geprägt ist. Neben den letzten Einkäufen und Vorbereitungen kommt dann eine Zeit der Stille und frohen Erwartung. Die Kirchen fühlen sich mehrfach zu Gottesdiensten, in den Häusern gibt es festliche Mahlzeitend er Familie und eine Bescherung. Alles hat seinen Ursprung in dem kleinen Ort Betlehem wo damals ein Kind geboren wurde: einfache schlichte Leute aus Nazareth, die in dem Ort keine Unterkunft mehr fanden, mussten auf Feld ausweichen und dort, in einer Höhle kommt das Kind zur Welt. Wird es schon bei der Volkszählungen mitgerechnet? Denn dazu waren Maria und Josef ja unterwegs, sie sollten sich einschreiben lassen in die Listen des Kaisers Augustus. Hirten auf diesen Feldern werden auf das Geschehen aufmerksam und machen sich auf den Weg, den ihnen Engel gewiesen haben und sie finden Eltern und Kind, sie kehren als betroffene frohe Menschen heim. Ansonsten geht das Ganze an der Bevölkerung und Weltöffentlichkeit vorbei. Es ist eben Nacht und es bleibt Nacht, wenn man sich nicht auf den Weg macht, um das Kind zu suchen. Heiliger Abend, heilige Nacht, wie erleben wir es in 2013, wie verleben wir diese uns geschenkten Stunden des Heiles, da „der Himmel die Erde berührt und auf ihr wohnen will“ bei dir und bei mir.

 

23.12.2013- -A-II- -4.Adventswoche- -

 

Die 4. Adventswoche ist in diesem Jahr wieder sehr kurz, morgen ist schon Heiligabend. Doch lohnt sich diese kurze Verschnaufpause, diese letzte kleine Wegstrecke vor den Festtagen: wir halten inne und schauen aus, voller Vertrauen, auf Den, den wir erwarten.  Die Letzte große Adventsantiphon lautet: „O Immanuel, Gott mit uns. Du König und Lehrer, du Sehnsucht der Völker und ihr Heiland. Kamm, o Herr, und erlöse uns, Herr, unser Gott“.  Es ist der „Gott-mit-uns“ von dem gestern in den Lesungen der Messe die Rede war, den wir erwarten. Welch ein gewagter Ausdruck: Gott MITT uns! Doch so ist es, weil Er selbst es so will, mit uns sein.  In jeder Liturgie wird es uns zugesprochen „der Herr sei mit euch-der Herr ist mit euch!“ Können wir es annehmen? Sind wir darüber froh? Es gibt doch keine andere Botschaft, die uns so erfüllen und erfreuen kann, wie diese. Es bleiben uns noch einige Stunden, uns damit vertraut zu machen um dann den Herrn in unserer Mitte, in unserem Leben voll und ganz aufzunehmen.

 

22.12.2013- -A-II- -4.Adventswoche- -Jutta-Marian

 

Obwohl  es schon stark nach Weihnachten aussieht überall, halten wir an beim 4. Advent und Schauen auf das Wunder der Gnade Gottes bei Menschen, die sich Ihm öffnen und Ihm vertrauen.  Manchmal wollen wir Gott „nicht belästigen“  wie König Ahaz in Jesaja 7 und fordern kein Zeichen, zu anderen zu anderen Zeiten fordern wir eine Zeichen und es wird uns keines gegeben.  Auch wenn die Menschen nichts von Gott erbitten, so gibt Er ihnen die Ankündigung eines Zeichen: das Kind einer Jungfrau, der „Gott-mit-uns „ sein wird. Was Ahaz nicht verstehen konnte, das  „geschieht“ im Leben von Maria, und somit auch von Josef, dem Angetrauten.  Sie haben immer gesehnt, dass Gott als Retter komme, haben darum gebetet und gewartet. Nun kommt Gott, und zwar genau bei ihnen, in ihr Leben. Das hatten sie nun nicht  geahnt oder erwartet. Und die Verheissung des „Gott-mit-uns“ wird in dem angekündigten Kind wahr. Maria hatte schon ihr Leben-Ja gegeben, nun soll auch Josef sein Einverständnis geben. Er wird nicht gezwungen aber eingeladen, „es geschehen zu lassen“. Hat das auch etwas mit uns zu tun? Natürlich, denn dieses „Gott-mit-uns“ gilt für alle Zeiten, auch für uns. Haben wir damit gerechnet, als wir die Weihnachtsvorbereitungen begonnen haben?  Haben wir Ihn eingeplant, den unerwarteten Gast?  Genau in das Leben wie es ist möchte Er kommen. Hauptsache wir möchten es und lassen es zu, auch wenn wir es nicht verstehen. Die Antiphon des 22.21 lautet „ O König der Völker, den sie alle ersehnen. Du Eckstein, der das Getrennte eint. Komm, o Herr, und befreie den Menschen, den du aus Erde geschaffen“.

 

 

21.12.2013- -A-II- -3.Adventswoche- -Richard

 

Am 21.12 steht „O Aufgang, Glanz des ewigen Lichtes, du Sonne der Gerechtigkeit. Komm, o Herr, und erleuchte uns, die wir sitzen in Finsternis und im Schatten des Todes“. Uns ist das Lied bekannt „Sonne der Gerechtigkeit“, Christus ist diese Sonne, dieses Licht der Gerechtigkeit Gottes. Über einer Welt, die voll ist von faulen Kompromissen, von Fälschung, Korruption und Betrug, von Machenschaften aller Art, die also im Dunkeln tappt, dort soll die Sonne der Gerechtigkeit, der Wahrheit aufgehen. Wir ersehnen sie und zugleich haben wir Zurückhaltung, denn wenn alles aufgedeckt wird… Christus ist dieses Licht: ganz in der Wahrheit stehend kann in Seiner Gegenwart nur Licht fallen in das Dunkle aller Menschen und jedes Menschen. Viele greifen in diesen Tagen der Vorbereitung auf die Festtage auf das Bußsakrament zurück, um Lichts ins eigene Leben zu bringen und Ordnung zu bringen in das oft nicht eingestandene Durcheinander von Gefühlen, Gedanken und Haltungen. Herr, komm und erleuchte uns.

 

 

20.12.2013- -A-II- -3.Adventswoche- -

 

„O Schlüssel Davids und Zepter des Hauses Israel. Du öffnest und niemand schließt, du schließest und niemand öffnet. Komm, o  Herr,  und befreie aus dem Kerker den Gefangenen, der da sitzt in Finsternis und im Schatten des Todes“ so lautet die O-Antiphon am 20.12. Der kommende Retter wird aus dem Haus David erwartet und als „Schlüssel“ bezeichnet, der einzig über öffnen oder Schließen der Welt Gottes bestimmen kann. Eine „Schlüsselfigur, eine Schlüsselfunktion“ im Auftrag Gottes für alle, die in der Finsternis Gefangene sind und im Schatten des Todes. Wir Menschen können schon viele und immer mehr, doch aus dem Kerker der Schuld befreien, können wir selbst nicht, weder und noch anderes daraus befreien und aus dem Tode retten können wir auch nicht. Daher ist dieser angekündigte Retter für uns so wichtig, und wir erwarten Ihn genau wie das gläubige Volk damals.  Brauchen wir diesen Schlüssel noch? Eine Zeit, ein wenig darüber nachzudenken und zu beten.

 

 

19.12.2013- -A-II- -3.Adventswoche- -

 

Mit der O-Antiphon „O Wurzel Jesse, gesetzt zum Zeichen für die Völker. Vor dir verstummen die Mächtigen, dich rufen die Völker. Komm, o Herr, und erlöse uns, zögere nicht länger“ wird die heutige Liturgie beschrieben, sie wurde schon am 17. 12 versehentlich kommentiert.  Die Lesungen der hl. Messe Richter 13,2-25 und Lukas 1,5-25 kündigen jeweils einem kinderlosen Paar eine baldige Schwangerschaft an für ein Menschenkind, das besonders im Dienst Gottes stehen wird: Simson und Johannes den Täufer.  Mich spricht diese Tatsache der Kinderlosigkeit, der Unfruchtbarkeit, der fehlenden Nachkommenschaft besonders an und ich verbinde dies mit dem Begriff „Wüste“, der ja auch in vielen Schrifttexten vorkommt. Dort, wo kein Leben ist, Fruchtbarkeit ausbleibt und die Zukunft verschlossen erscheint, dort ruft die „Stimme“ auf, dem „Herrn den Weg zu bereiten“. Es gibt für Gott keine aussichtlosen Situationen, Er wird die Zukunft schenken, wie und wann steht in Seiner Hand.  Können wir das auf fruchtlos erscheinende Lagen unseres Lebens, unserer Welt und Kirche hin auch glauben und vertrauen? Es müsste schon so sein, auch wenn es schwer fällt. Aus der alten Wurzel erwächst neues Leben. So ist Gott. Ihm vertrauen wir und warten voll Sehnsucht auf die Erfüllung Seiner Verheißungen.

 

 

18.12.2013- -A-II- -3.Adventswoche- -

 

Da haben Sie bemerkt, dass ich noch nicht mit dem neuen Gotteslob vertraut bin, (zum Glück es das Brevier als Korrektionsmöglichkeit)  denn gestern habe ich die O Antiphon vom 19.12 erwähnt, dabei sollte es die erste sein „O Weisheit, hervorgegangen aus Gottes Mund, mächtig wirkst du in aller Welt, und freundlich ordnest du alles. Komm, o Herr, und lehre uns den Weg der Einsicht.“ Natürlich ist die Weisheit DIE Gabe Gottes, ja Gottes innerstes Wesen. Der Geist Gottes und die Weisheit entsprechen einander.  Diese Weisheit bringt alles in Ordnung und gibt jedem seinen eigenen Platz im Gesamtwerk Gottes, zum Wohle aller. Vielleicht erkennen wir diese Weisheit am Werk in unserem eigenen Leben und in Kirche und Welt. Doch haben wir auch um sie zu bitten, als große Gabe Gottes, der unser Lehrer der Weisheit sein will. So können wir gleich die Antiphon des 18. Hinzufügen: „O Herr und Fürst des Hauses Israel, du bist dem Mose erschienen in der Flamme des Dornbuschs und gabst ihm das Gesetz am Sinai. Komm, o Herr, und erlöse uns mit starkem Arm.“ Gott, der Herr hat in den Geboten am Sinai den Bund mit Seinem Volk besiegelt und wird ihm treu bleiben, trotz aller Irrwege des Volkes.  Mose hat dieses Volk im Auftrag Gottes geleitet, begleitet, ein neue Mose wird einmal das Volk in das ganz „neue Jerusalem, in das Gelobte Land“ führen.  In einer Woche feiern wir wieder die Geburt dieses Heilbringers, des Messias, den Gott uns sendet.  In Ihm wird Gott „immer mit uns sein“.

 

 

17.12.2013- -A-II- -3.Adventswoche- -Lazarus

 

Mit dem 17.12 beginnt die letzte Woche vor dem Heiligen Abend und lässt in der Liturgie die Antiphonen erklingen, die alle mit dem „ O“ beginnen. Leider sind sie im neuen Gotteslob nicht mehr mit den sinnvollen Texten dargestellt, wie im alten Buch. Jedoch das Lied 741 lässt sie in den Strophen erwähnen. Die Sehnsucht nach Gott und Seinem Messias, dem Retter wird umso grösser, je näher wir an den 25.12 herankommen. So wie im Volk Israel die Rufe an Gott, Er möge Ihn senden, den Er verheissen hat, immer eindringlicher wurden. Die Liturgie der Kirche ist unsere Begleiterin auf dem Weg unseres Glaubens, sie ist unsere Katechetin und Lehrerin. Die O-Antiphon vom 17.12 lautet: „O Wurzel Jesse, fest von Stand, ein Zeichen allem Volk und Land, dir beugt sich Fürst und König groß, komm bald, komm bald und kauf uns los.“ Aus dem Baumstumpf soll ein neuer Zweig hervorgehen, aus dem erniedrigten Volk ein neuer Hirt kommen, der in die Freiheit des neuen Lebens führen wird.  Dazu lässt uns die Liturgie den Stammbaum lesen, den uns Math. 1 überliefert. Aus der Nachkommenschaft des weisen Königs Davids wird der Spross entstammen und als Guter Hirt sein Volk auf gute Weide führen. Dankbar für die Adventszeit, die noch eine Adventszeit ist, gehen wir getrost in die kommenden Tage.

 

 

16.12.2013- -A-II- -3.Adventswoche- -Adelheid-Dietrich

 

Der Advent entfaltet sich weiter und bietet uns, zumindest in der Liturgie, den Weg Gottes zu uns Menschen in den Schriftlesungen dar. Wir hören zunächst aus Numeri 24,2-17 einen geheimnisvollen Orakelspruch von Bileam: er sieht „einen Stern in Jakob aufgehen, ein Zepter sich erheben in Israel, aber nicht jetzt, nicht in der Nähe“.  Dieses „nicht jetzt, nicht in der Nähe“ lässt also von seiner Zeit in eine Zukunft blicken. Die Gläubigen haben in der Zeit Jesu den Zusammenhang gesehen zwischen dieser Ankündigung und der Erfüllung in Jesus von Nazareth: Gott erfüllt Seine Verheißungen.

 

Das Evangelium lässt uns eine Auseinandersetzung Jesu mit Verantwortlichen des Volkes hören: es geht auch hier um „Zeichen“, die Jesu Vollmacht beweisen sollen.  Doch Jesus stellt die Falle auf seine Gegner gerichtet um und fragt sie nach der Berechtigung der Taufe des Johannes, war sie nun von Gott oder nur von den Menschen? (Math.21,23-27). Die Angesprochenen spüren, dass hier ein unlösbares Dilemma vor ihnen steht und sie antworten ausweichend „wir wissen es nicht“. Darauf antwortet Jesus „dann sage ich es euch auch nicht“. Klingt das nicht ein wenig kindisch? Ist das nicht ein Spiel? Vielleicht. Doch Jesus will hier deutlich machen: wenn Menschen nicht klar und ehrlich zu Ihm sind, wie kann Er es dann zu ihnen sein. Da fehlt dann die Basis für ein Verständnis und für Gemeinschaft. Manches Mal stecken auch wir in solchen Situationen, was auch gesagt oder bezeugt wird, kann nicht ankommen. Wir reagieren wir dann?

 

 

 

 

15.12.2013- -A-II- -3.Adventswoche- -Christiane

 

Wenn wir die Hälfte eines Weges erreicht haben, dann schauen wir dankbar zurück und vertrauensvoll nach vorne. Das tun wir in der Liturgie am 3. Advent (und am 4. Fastensonntag).  Wir haben uns für das Kommen des Herrn bereit gemacht, doch bleibt uns noch eine Zeit, um weiter darin fortzuschreiten. Uns ist bewusst geworden, dass wir manches aus dem Weg wegräumen können, um das Kommen des Herrn zu erleichtern, Ihm zu bedeuten, dass Er willkommen und ersehnt ist. Wir erkennen deutlicher, was noch zu bewerkstelligen ist. Wir hören auf die Botschaft der Propheten und  sehen klar Johannes den Täufer vor uns, wie er- auch heute- auf Jesus hinweist und die Menschen aufruft, sein Kommen nicht zu verpassen. Vielleicht ist uns auch die Unsicherheit vertraut, von der wir heute hören, die Johannes erfasste. Er selbst sitzt im Gefängnis, die Zeit seines öffentlichen Wirkens ist vorbei. Er hat Jesus angekündigt, und Jesus hat Sein Wirken begonnen.  Da kommt Johannes ins Zweifeln: man sieht von Jesus Auftreten nicht viel, die Erwartungen an Ihn scheinen auszubleiben. Was ist da los? Haben wir uns geirrt oder ist Jesus nicht der Richtige? Johannes lässt Jünger zu Jesus schicken, die sollen ihn fragen.  Jesus gibt eine „bildhafte Antwort“: sagt Johannes, was ihr selbst feststellen könnt: Blinde sehen, Lahme gehen, Taube hören… (Math. 11,2-11) und Er verweist so auf Jesaja 35,1-10 wo eben dieser Prophet den Messias ankündigt als jemand, der „Blinde sehend macht und Taube hörend…“ Das ist keine politisch relevante Botschaft, wie Johannes und viele andere den Messias erwarteten- Der Messias ist der Heiland, der heilt und aufrichtet, als inneres Geschehen. Dies kann uns auch heute aufgehen, wenn wir den Blick dafür haben (wollen). Ja, die Neue Zeit Gottes hat begonnen-vielleicht auch in mir und in dir!

 

 

14.12.2013- -A- II- -2.Adventswoche- -Johannes vom Kreuz-Franziska Schervier

 

Vom Zusammenhang „Krippe und Kreuz“ im Leben Jesu hören wir regelmäßig. Dies wird auch deutlich im Leben von Johannes vom Kreuz, den wir im Advent feiern. Dieser Ordensmann, der mit Teresa von Avila den Karmeliterorden erneuerte, war ein tief mystischer Mensch und vertiefte die Botschaft Jesu auf ganz deutliche Weise, besonders das Kreuz. Dieses fand er nicht nur im Leben Jesus, sondern auch in der eigenen Existenz durch Anfeindungen und Zurücksetzungen im eigenen Orden und in der Kirche. Doch Johannes bliebe seinem Weg treu bis zum Tode.  Ist „Advent“ nicht auch der Begriff für jene Erfahrung und jene Zeit,  in der ein gläubiger Mensch nicht unbedingt die tolle Weihnachtsstimmung und Harmonie erfährt, sondern Wüste und Widerwärtigkeiten, und die er doch treu durchlebt im Vertrauen auf Gott und Seine Verheißungen (wie auch Mutter Teresa es jahrelang erlebt hat)? Ein Aushalten und Durchhalten „im Nebel“ mit dem einzigen „trotzdem“ des Weitergehens.  Manche stellen sich den Weg eines Christen leichtfüßig  und in lauter Freude vor. Dem ist aber nicht immer so. Oft kann es auch eine große Prüfung sein, in den Härten des Lebens durchzuhalten. „Advent der Lichter“ schließt ja den „dunkeln Advent“‘ ein, denn wo sollte sonst das Licht erkannt werden, wenn die Dunkelheit fehlen würde. Hat Jesus nicht solche ein dunkeln Advent im Ölgarten, beim Prozess und am Kreuz durchleben müssen?

 

 

13.12.2013- -A-II- -2. Adventswoche- -Luzia-Odilia

 

Advent, die Zeit des Lichtes in dunkler Zeit, besser Zeit der Lichter, denn überall sind Lichterketten und Lichtquellen aller Art zu sehen und erhellen diese dunklen Wochen.  Advent, eine Zeit des inneren Lichtes, der Besinnung, der Nachdenklichkeit, der Langsamkeit… und vieles mehr. Advent, eine Zeit des Betens und der Betrachtung von Gottes Wort , des Gottesdienstes und der Feiern.  Viele Hilfen sind uns angeboten, dieser Zeit den besonderen „Flair“ zu bewahren oder zu ermöglichen. Wenn es auch schwer fällt, auf alles einzugehen, so sind es doch immer wieder die eine oder andere Gelegenheit, die uns aus dem Trott herausreißen und uns helfen, innezuhalten.  Wenn das innere Licht wachsen kann, wenn Erleuchtung uns erfüllt, dann können wir befreit aufatmen und unseren Tag getrost und getröstet beginnen.  Von Herzen wünschen wir allen heute einen lichterfüllten Tag, mit innerer Freude und der Bereitschaft, Freude zu teilen, Freude zu bereiten. So folgen wir beiden Lichtgestalten des heutigen Tages: Luzia und Odilia.

 

 

12.12.2013- -A-II- -2.Adventswoche- -Johanna Franziska-Dietrich-ULF von Guadeloupe

 

Gottes Liebe zu uns ist nicht zu erschüttern, wir Menschen können sie verletzen, zurückweisen, verachten… Er liebt uns immer noch. Diese  Erfahrung gläubiger Menschen aller Zeiten ruft uns die Adventszeit ins Gedächtnis und ruft uns, dieser Liebe Gottes zu uns eine Chance zu geben, sie bei uns ankommen zu lassen, ihr Raum zu geben. In Jes.41,13-20 lässt Gott durch den Propheten verkünden“ ich  bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand ergreift und der zu dir sagt „fürchte dich nicht, ich werde dir helfen…“ In allem, das in uns Angst und Abwehr auslöst, Trauer und Verbitterung lässt Gott  uns  zusprechen: ich halte dich an der Hand, fürchte dich nicht. Das ist natürlich leicht gesagt, stimmt es auch? Hier kommt es auf unser Vertrauen in Gottes Wort an: glauben wir Ihm? Trauen wir Ihm? Diese Wochen des Advent laden uns zu persönlicherem und aufmerksamerem Gebet ein, wir hören auf Gott, hören uns in Gottes Wort hinein und lassen uns ansprechen. So bereiten wir Raum in uns, damit Er ankommen und bleiben kann. Wenn wir das doch begreifen und zulassen können: Gott ist kein Konkurrent des Menschen, wir brauchen uns nicht vor Ihm zu verstecken und uns auch nicht groß machen, Er ist die Erfüllung unseres Lebens und ersehnt nichts weiter, als dass unser Leben gelinge.

 

 

11.12.2013- -A-II- -2.Adventswoche- -Damasus-David von Himmerod

 

„Weißt du wie viel Sternlein stehen an dem weiten Himmelszelt?“.. so fragt ein altes Liedchen, ähnlich fragt der Heilige in Jesaja 40,25-31 „hebt eure Augen in die Höhe, und seht: wer hat die Sterne dort oben erschaffen?“  Was bildet sich der Mensch Gott gegenüber ein? Wir können zwar immer wieder neue Entdeckungen machen und dem Geheimnis immer mehr auf die Spur kommen, wie der Nobelpreisträger Englert aus Belgien zeigt, doch was ist das angesichts des ganzen Universums und des menschlichen Lebens? In Jesaja steht diese Frage, weil  im Volk die Meinung umgeht, Gott habe sein Volk vergessen oder verlassen. Darauf antwortet der Herr: „ der ewige Gott wird nicht müde und matt, unermüdlich ist seine Einsicht. Er gibt den Müden Kraft, dem Kraftlosen gibt er große Stärke“. Dann vergleicht der Prophet das „Müde Werden“ der jungen Menschen mit der Fähigkeit Gottes, allen Kraft zu geben, die Ihm vertrauen. Haben wir nicht auch schon die Versuchung in uns gespürt, Gott verantwortlich zu machen für das Übel in der Welt und die Leiden im eigenen Leben?  Der Advent möchte uns helfen, die Richtung zu ändern und die Kraft bei Gott zu sehen und zu suchen, denn Er kann sie nur denen geben, die Ihn bitten und Ihm vertrauen. Wir könnten es vielleicht auch so ausdrücken: man kann einen Weg nur bewerten, wenn man ihn geht und man kann nur dann einen Gott bewerten, wenn man das Vertrauen in Ihn wagt. Auf diesem Weg wollen wir weiterschreiten.

 

 

10.12.2013- -A-II- -2.Adventswoche- -Bruno- -Tag der Menschenrechte

 

Heute wird ein bedeutender Mann beerdigt, der bis ins hohe Alter hinein seinem Land Südafrika gedient hat, auch als er über 20 Jahre im Gefängnis verbringen musste: er überwand die Apartheid und konnte für eine friedliches Zusammenleben wirken, einige Jahre wurde er noch Präsident seines Landes. Ein Mann, dem die Menschenrechte auf den Leib geschrieben waren wird am 10.12 zu Grabe getragen. Es ist also doch möglich, was in den Idealen der Gedanken und Rechte formuliert ist, wenngleich auch nicht vollkommen oder perfekt. Im übertragenen Sinne können wir die Visionen der Propheten sehen und doch auch an ihre Verwirklichung glauben, auch wenn es nie perfekt klappen wird. Die bekannte „Trostrede“ in Jesaja 40 spricht dem Volk Trost zu „denn ihr Frondienst wird zu Ende gehen, ihre Schuld beglichen“.  Dazu ruft eine Stimme in der Wüste: „bahnt einen weg für den Herrn, ebnet ihm die Straßen….“. wir kennen diese Worte, die uns in jedem Advent vorgetragen werden und die um unser Vertrauen in Gott werben. Es ist möglich, die Lage wird sich ändern, die Welt bessern, die Menschen sich dem Guten zuwenden.  Und von Gott wird wie von einem Hirten gesprochen, der „ seine Herde führt, die Tiere sammelt mit starker Hand. Die Lämmer trägt er auf dem Arm und die Mutterschafe führt er behutsam“. Matthäus führt dieses Bild weiter aus (18,12-14) wenn er den Hirten das eine Schaf suchen lässt, das sich verirrt hat, während die 99 anderen warten, bis er zurückkommt mit dem Verirrten. Gibt es größeren Trost für uns und alle Menschen?

 

9.12.2013- A-II- -2.Adventswache- Unbefleckte Empfängnis

Auf den heutigen Tag ist das Hochfest der IMMACULATA verlegt und feiert Maria als die von  Anfang an ohne Schatten der Sünde empfangene Mutter des Herrn.  Auf wunderbare Weise hat Gott sie vor der Last der Sünde bewahrt, auf diese Weise konnte sie den zur Welt bringen, der OHNE Sünde ist und die Sünde der ganzen Welt tragen wird.  Dies ist ein Glaubenssatz, der an sich an unserem konkreten Leben nicht ändert, der aber die  Haltung Gottes zu uns andeuten möchte: Gott beginnt in Jesus mit dem Menschen neu, nach allen Irrwegen des Volkes Israel und trotz  ihrer Fehler.  Hugo Rahner sagte es so: Maria ist die IMMACULATA damit wir, die sündigen Menschen durch Jesus die IMMACULATI  werden, ganz offen für Gott, ohne Misstrauen gegen Ihn, ohne Lieblosigkeiten gegenüber dem Nächten und uns selbst.  Gottes Plan für uns Menschen, Seinen Geschöpfen, ist ein Vertrauensverhältnis zwischen Ihm und uns. Da hat aber der „Spielverderber“ von Anfang an ein  Misstrauen gegen Gott ins Herz gesät und die Angst vor Gott aufkommen lassen. Statt Partner werden die Menschen Konkurrenten gegen einen Gott, den sie als Aufpasser und Konkurrenten sehen. Trotz aller Versuche in der Heilsgeschichte und durch die Propheten aller Zeiten ist es nicht gelungen, dieses Vertrauen wieder her zustellen. Der letzte Versuch Gottes ist Sein Kommen selbst in Jesus von Nazareth, jedoch in Zusammenarbeit mit den Menschen. In Maria fand Er diese Partnerin und konnte durch ihr JA zu uns Menschen als Mensch kommen. Deshalb ist dieser Tag heute so wichtig für uns, denn hier liegt der Ursprung von allem, was in Jesus möglich geworden ist und wodurch Maria für uns zur Mutter im Glauben, zur Schwester auf dem Weg selbst wieder „Immaculati“ zu werden geworden ist.

 

 

8.12.2013- -A-II- -2.Adventswoche- - Frieda

 

Das Fest der Unbefleckten Empfängnis ist auf morgen verschoben, denn der 2.Adventssonntag hat Vorrang: und es treten hier die Propheten auf. Zunächst ist es Jesaja , der in 11,1-10 den kommenden Messias beschreibt und in Bildern aufleuchten lässt, was dann alles möglich (anders) wird.  Dieser Gottesbote, auf den Gottes Geist ruht, hat andere Verhaltensweisen als oft die Mächtigen oder Möchtegern-Mächtigen in der Welt:  „er richtet nicht nach dem Augenschein und entscheidet nicht nach dem Hörensagen“, denn „Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften“.  Was für eine Welt wird dann möglich! Traumhaft schön und lebenswert. Doch: wann kommt sie diese Welt? Ist sie nicht schon im Kommen und nur unsere Schwerfälligkeit und Sünde hält sie auf?  So kann Johannes der Täufer in  seiner Zeit die Menschen aufrufen, dem Herrn den Weg zu bereiten(Math.3,1-12), dh umzukehren, neu zu werden, anders zu denken, zu sehen, zu handeln. In die Wüste der Welt und der Herzen vieler Menschen ruft diese Stimme hinein, damit die Wege bereit werden, um das Kommen des Herrn zu ermöglichen. Viele lassen sich mit Wasser taufen, um sich selbst vorzubereiten auf DEN, der mit Feuer und Heiligen Geist taufen wird. Johannes ist nicht zimperlich, denn er redet besonders den Verantwortlichen ins Gewissen: „Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entkommen könnt?“ Alle ohne Ausnahme sollen Frucht bringen, die Zeichen der umkehr sind auf diesen Messias hin, der ankommen will bei ihnen und bei uns. Können wir uns da selbstzufrieden zurücklehnen?  Halten auch wir das Kommen des Herrn nicht länger auf!

 

 

7.12.2013- -A-II- -1.Adventswoche- -Ambrosius

 

So geht in aller Stille oder in Hektik die erste Adventswoche bald zu Ende, was hat sie uns gebracht? Was haben wir daraus gemacht? Stimmt es auch heute, was im Evangelium Math.9,35-10,1-8 steht: „ Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich (Gottes) und heilte. Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen, denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben“? Menschen, Aktivitäten, Angebote, Druck vor den Festtagen, Prüfungen der Schüler, Konzerte und Märkte…macht das froh? Befreit es zum Leben? Oder sind viele auch erschöpft und müde?  Irgendwie ist es doch schade, dass genau das, was angestrebt wird, auf dem Weg dorthin so sehr an uns Menschen zehrt.  Daher ist vielleicht eine gute Wahl, eine Entscheidung  für oder gegen das eine oder andere die beste Möglichkeit, in diesen Wochen aufatmen zu können.  In mir selbst muss Raum zu schaffen möglich sein, denn alle äußeren Angebote können nur eine Hilfe sein, nicht das Ziel selbst. So können wir jetzt schon Wegmarken setzen für die neue Woche.

 

 

6.12.2013- -A-II- -1.Adventswoche- -Nikolaus- Herz Jesus Freitag

 

Vom guten hl. Nikolaus ist heute der Tag geprägt; es ist kein einziges Wort von ihm überliefert, aber unzählige Geschichten, meist legendenhaft ausgemalt, werden von ihm überliefert als Helfer in Notlagen.  Bei diesem Bischof von Myra stimmte einfach Gottes- und Nächstenliebe überein, so wie es bei Christen ja sein sollte. Was er lehrte und predigte, das tat er selbst auch. Nikolaus der „Gutmensch“ könnten wir sagen. Bei ihm wurde „Wüste zu einem Garten und Garten zu einem Wald“ wie es Jesaja 29,17-24 in einem Bild ausdrückt: wo Liebe gelebt wird, strömt Liebe aus, wo vorher trockene Erde war.  Mehr noch „ wer taub war, hörte Worte, die Augen er Blin den sehen im Dunkeln, die Erniedrigten freuen sich über den Herrn, die Armen jubeln über den Heiligen Israels.“ So finden wir bei Nikolaus die Güte für in Not Geratene und auch die konsequente Strenge bei Menschen, die andere ausnutzen; sein Kraft ist die Liebe und diese Liebe nährt sich an der Quelle: bei Gott.  So lehrt er uns die Barmherzigkeit, die Jesus, als Gottessohn, unter uns gelebt hat (Math. 9,27…) als er half, wo er gebraucht wurde, um den Glauben der Menschen zu stärken und zu bestätigen.  Lassen wir nicht zu, dass Nikolaus zu einem „Weihnachtsmann“ wird, lassen wir ihn aufleben als Christ und Bischof, der das Gebot Jesu „Gott zu lieben und den Nächsten wie uns selbst“ zur Richtschnur seines Lebens und Wirkens gemacht hat. Sicher können wir selbst heute in irgendeiner Weise ein „Nikolaus sein“ für Menschen in unserer Nähe.

Wenn wir Gott Raum geben

Wenn wir Gott Raum geben
schlagen Herzen einen anderen Takt
heilen Trostworte unsere Wunden
werden unsere blinden Flecken erhellt
und unsere Dunkelheiten erleuchtet

Wenn wir Gott Raum geben
werden unsere Ketten gesprengt
beginnen die müden Füße zu tanzen
löst die Zunge sich zum Jubel
und Heilsworte durchbrechen die Schallmauer des Lärms

Wenn wir Gott Raum geben
schmelzen Eisberge zu Quellen
beginnen unsere Wüsten zu blühen
werden Steine zu Brot
und Frieden ist mehr als eine Vision

Wenn wir Gott Raum geben
erfüllt der Himmel die Erde


Ingrid Penner



 

 

 

5.12.2013- -A- II- -1.Adventswoche- -Anno

 

Jesaja gilt als DER Prophet der Adventszeit: er spricht in 26,1-6 von einem neuen Lied: eine befestigte Stadt steht den Gläubigen  zur Verfügung. Die Tore öffnen sich, damit das Volk dort einziehen und Schutz finden kann. Dieses Volk ist treu geblieben dem Herrn und findet nun Ruhe und Frieden.  Der Aufruf ergeht dann an die Leser und Hörer: „verlasst euch stets auf den Herrn, denn Er ist ein ewiger Fels“. In allen Lagen ist der Herr ein verlässlicher Partner und Begleiter jener, die Ihm vertrauen.  In diesen Tagen des Advent fragen auch wir uns, worauf es schließlich im Leben ankommt und wir kommen zu der Überzeugung, dass in Gott unsere wahre Beheimatung ist, jetzt schon und dereinst in der neuen Stadt, die wir dann betreten und bewohnen dürfen.  Dieses Bild vom „festen Bau“ greift Jesus in Math. 7,24-27 am Ende der Bergpredigt auf: Er verweist auf zwei Lebenshaltungen: auf Fels oder auf Sand sein Haus bauen- bei Sturm und heftigen Gewittern zeigt sich, welches  von ihnen standhält. Advent: mehr als Plätzchen backen und Glühwein.

 

 

4.12.2013- -A-II- -1.Adventswoche- -Barbara- Johannes von Damaskus- Adolf Kolping-Christian

 

Einige Lichtgestalten-Heilige- kommen in der Adventszeit vor: neben Franz Xaver feiern wir heute die Märtyrerin Barbara, den seligen Gesellenvater Adolf Kolping und andere. Licht wirkt im dunklen Umfeld besonders beruhigend und wärmend.  Menschen, die auf diese Weise Licht verbreiten, sind gütige, helfende Menschen, deren Nähe wohltuend und heilend ist.  Jesaja 25,6… zeichnet das Bild eines Festmahles, das auf einem Berg gefeiert werden soll: die Hülle, die alle Völker bedeckte, wird weggenommen, der Tod wird in seiner Macht beschränkt und aufgehalten und das Vertrauen in den Gott des Lebens erweist sich als richtig.  Können wir diese Worte in unsere Zeit übertragen, haben wir diese Kraft der Hoffnung? Schauen wir genauer hin, wo denn die se Hülle unser Leben bedeckt, unsere Umwelt, unsere Gemeinschaft, unsere Kirche. Trauen wir Gott zu, diese Hülle wegzunehmen und die Traurigkeit in Freude zu verwandeln, dem Tod die Macht zu nehmen und das Leben zum Durchbruch zu verhelfen? Der Advent ist nicht schon Weihnachten, nicht schon die Erfüllung, sondern die Prüfung, ob unser Vertrauen in die Zukunft und in Gott den vielen bedrückenden Erfahrungen des Alltags standhält.  Gehen wir mit diesen Fragen und Überlegungen in den neuen Tag.

 

 

3.12.2013- -A-II- -1.Adventswoche- -Franz Xaver-Gerlinde-Emma

 

Wer die Texte von Papst Franziskus liest, der stößt immer wieder auf den Begriff Mission: nicht innen im Bekanntenkreis bleiben, sondern hinausgehen, bis an die Ränder. Dies legt Franziskus allen Christen ans Herz. Wenn wir heute einen der ganz großen Missionare der Kirche feiern, Franz Xaver, begegnen wir damit einem Mann Gottes, einem der ersten Jesuiten, der bis an die Ränder ging in Ostindien, dann in Japan und auf dem Weg nach China starb er. Er war Missionar mit festem Respekt vor der Kultur, die er vorfand und in die er den christlichen Glauben hineinwachsen ließ und er war Brückenbauer  in dem  er die Missionskirche in der alten Heimat Europa bekannt machte. So wie Franz brauchen wir heute nicht weit weg zu reisen, sondern können Zeugen und Missionare vor Ort sein. Gottes Geist, der uns in Taufe und Firmung geschenkt wurde, befähigt nicht nur einige Auserwählte, sondern alle zur Missionstätigkeit (Jesaja 11,1-10). Einer ist uns dabei vorausgegangen und Er ist auch jetzt in unserer Mitte, Christus, der Gesalbte. Wo Er wirkt und Seinen Geist weitergibt, da entsteht eine neue Gemeinschaft, in der sich Gegensätze ergänzen, nicht bekämpfen. Hier beginnt die Botschaft der Freude und lässt den Himmel aufstrahlen, mitten in einer sonst gottlos sich gebenden Welt.

 

 

2.12.2013- -A-II- -1.Adventswoche- -

 

„“Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn und zum Haus unseres Gottes“ so hieß es in der Lesung gestern bei Jesaja 2,3- die Nationen ermuntern sich auf die Weise gegenseitig.  Ist das nicht auch die Ermutigung die wir in diesen Tagen erfahren, von (fast) allen Seiten werden wir in Adventsatmosphäre eingestimmt, es ist wie eine allumfassende Ermutigung, durch Licht das Dunkel zu vertreiben.  Als Gläubige sind wir nicht nur dem äußeren Rahmen zugetan, wir hören auf Gottes leise Stimme, die uns aufrichten und ermutigen will. So sage ich uns- im Namen Gottes- dieses Wort noch einmal ganz persönlich „kommt, lasst uns den Weg gehen, aufmerksam und bewusst, nicht hektisch, nicht ängstlich. Kommt, lassen wir uns diese kostbare Zeit nicht rauben durch Nichtigkeiten oder Nebensächlichem.“ Gestern konnte ich das frisch renovierte Gotteshaus von Lontzen besuchen, welch ein herrlicher Eindruck dieses hellen, mit viel Geschmack renovierten Gebäudes. Ist hier nicht ein Bild DES Hauses, auf das wir alle zugehen, auf das HAUS GOTTES, auf Seine Liebe, auf Seinen Frieden, auf Seine Gemeinschaft- viel schöner und herrlicher als wir es hier schaffen und wir es uns vorstellen können. Advent ist nicht nur eine Zeit von 24 Tagen auf ein Fest hin, sondern der Weg der Menschheit auf das Ewige Fest Gottes hin. So blicken wir in der heutigen Messfeier auf den römischen Hauptmann, der für seinen kranken Diener bittet mit der schlichten Bitte und der Abgrenzung „sprich nur ein Wort, ich bin nicht wert, dass du mein Haus betrittst“. Welch ein Vertrauen in das Wort des Herrn. Eine Einladung an uns, es diesem Mann gleich zu tun.

 

 

1.12.20.13- -A-II- -seliger Charles de Foucauld-Natalie-Bianca

 

Es ist wieder Advent: ein neues Kirchenjahr, ein neues Lesejahr und dazu ein neues Gotteslob. Der erste Sonntag in der Adventszeit mahnt immer zu „Wachsamkeit“, nicht aus Angst, sondern aus der Sehnsucht heraus, dem Herrn zu begegnen und für die Begegnung mit Ihm offen zu sein. Jesaja der Prophet kommt uns mit der Botschaft des Friedens entgegen: Schwerter zu Pflugscharen und Speere zu Winzermesser umzuschmieden, nicht mehr für den Krieg zu üben. Paulus ruft auf, nüchtern und besonnen zu sein  und entsprechend zu leben: aufzuwachen, aufzustehen, denn das Heil ist uns nahe gekommen. Jesus lässt uns –in Matthäus 24,37-44 einige apokalyptischen Bilder sehen: das Vergehen von Sonne, Mond und Sternen, das Zeichen des kommenden Menschensohnes, der alle zusammenholt aus allen Windrichtungen. Da jedoch den Tag des Herrn niemand kennt, ist Wachsamkeit angesagt, nicht ahnungslos zu sein, wie die Menschen zur Zeit des Noach, sondern wach und wachsam, wie jemand,  der sein Haus bewacht. Was bedeutet dies für uns , heute? Prioritäten setzen, Wesentliches suchen, still werden und bedenken, was und wer uns leben lässt.. die Not der Mitmenschen erkennen und helfen….

 

 

30.11.2013 - -C-I- -34.Woche-Andreas

 

Mit einem Lichtblick in dieser dunklen Jahreszeit beenden wir das Kirchenjahr und den November: mit dem Fest des Apostels Andreas.  Zusammen mit seinem Bruder Simon Petrus gehört er zu den Ersten, die Jesus ansprach und berief. Sie waren Fischer und wurden von Jesus aus ihrem Beruf heraus, vom Bott weg gerufen.  Haben sie länger überlegen müssen, war es ein Reifungsprozess in ihnen? Wir wissen es nicht.  Wir können lediglich feststellen, dass sie- einmal entschieden- mit Jesus gegangen sind und Ihn bis zum Ende in Jerusalem begleiteten.  Auch dort haben sie dann zusammengehalten und neben Tod und Kreuzigung des Herrn auch den Ostermorgen und das Pfingstgeschehen erlebt.  Bei der Missionsarbeit soll Andreas am Schwarzen Meer und in Griechenland das Evangelium verkündet haben und in Patras den Martertod am Kreuz (X als Andreaskreuz bekannt) erlitten haben.  Wie auch immer, er gehört zu den Zwölf, die Jesus gekannt haben und die von Ihm und der Frohen Botschaft Zeugnis abgelegt haben. Wenn wir mit diesem Festtag das Kirchenjahr, das besonders dem „Jahr des Glaubens“ gewidmet war, beenden, dann nimmt dieser Glaubenszeuge uns mit in die kommende Zeit unter dem „Leitstern“ der Mission: das Evangelium bekannt machen. Unsere Welt meint, das Evangelium zu kennen, dabei sind die meisten  Menschen- auch Christen-kaum „im Bilde“, was es beinhaltet. Die Kirche wird nur dann ihrer Aufgabe gerecht, wenn sie aus dem Evangelium lebt und es in Wort und Tat bekannt macht. Dabei ist Andreas dann der Übergang vom alten zum neuen Kirchenjahr.

 

29.11.2013- -C-I- -34.Woche- -Friedrich-Jutta

 

Daniel 7,2-14 könnte als Vorlage für einen Gruselfilm dienen. Immer neue und grausamere Monster treten hier auf und verletzen, vernichten, was im Wege steht. Diese lästernden und vielköpfigen Wesen sind natürlich Bilder mit denen der Autor, Reiche und Herrscher umschreiben will, die auftreten und andere ausgrenzen, verletzen, ja töten. Vielleicht scheint das heute ja übertrieben, doch in der Menschheitsgeschichte hat es immer wieder grausame  Fürsten gegeben, Herrscher ohne Skrupel, doch ist es heute in Wirtschaft, Bankwesen, nicht oft ähnlich, nur mit „der weissen Weste und sauberen Anzügen“, Mobbing subtilster Art, Gewalt in Filmen und  anderen Medien. In diese Szenerie hinein wird vom Erscheinen eines Hochbetagten erzählt, einer Licht-und Feuergestalt, dem Abertausende dienen.  Er nimmt das Buch des Lebens und überwindet durch die Macht des Wortes die angreifenden „Tiere“. Und es kommt „auf den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn…ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum übergeben… alle müssen ihm dienen, sein Reich geht niemals unter“ so endet die heutige Lesung, die zum Vertrauen in Gott aufruft und auf den, den Er sendet, mögen Welten auch vergehen, Er bleibt und alle, die Ihm vertrauen werden bleiben auf immer.

 

 

28.11.2013- -C-I- -34.Woche- -Berta-Günter

 

Daniel in der Löwengrube, das kennen wir aus Daniel 6,12-28. Er hatte sich einer Anordnung des Königs widersetzt, und zu Gott gebetet, daher musste er, laut Befehl des Königs, in die Löwengrube. Der König schätzt Daniel und möchte ihn eigentlich retten, doch die Zeugen sind unerbittlich, er muss in die Grube. Ein großer Stein verschließt die Öffnung und das Schicksal nimmt seinen Lauf.  Der König verbringt die Nacht bei Gebet und Fasten, eigenartig diese Solidarität mit Daniel. „Früh am Morgen, als es gerade hell wurde“ eilte der König zur Grube  und ruft Daniel mit schmerzlicher Stimme „hat dein Gott dich gerettet?“ Aus der Löwengrube kommt die Antwort eines Lebenden:“ o König mögest du ewig leben. Mein Gott hat seinen Engel gesandt und den Rachen des Löwen verschlossen, er tat mir nichts zuleide“. Es ist fast so, als habe Daniel genau diese „Feuerprobe“ gebraucht, um erfahren zu können, dass sein Vertrauen trägt und Gott auf seiner Seite steht. Auch der König ist hoch erfreut, denn sein Beten und Fasten zeigt Erfolg. Er, der keinen Gott neben sich duldete, freut sich am  wirken des Gottes Daniels.  Das lässt er dann dem ganzen Volk verkünden.  Denken Sie nicht auch an Verbindungen zum Neuen Testament:  Höhle, großer Stein, Versiegelung, früh am Morgen, in großer Eile…? Gott ist sich eben selbst treu, immer und überall.

 

 

27.11.2013- -C-I- -34.Woche- -Modestus-Uta

 

Als der Tod von Papst Johannes Paul II. Bekannt wurde, ließ ein belgischer Bürgermeister seinen bei ihm versammelten Gästen Champagner servieren. Daran musste ich denken, als ich die heutige Lesung aus Daniel 5,1-28 ansah. Dort wird ein König in Weinlaune übermütig und lässt die kostbaren Gefäße, die für den Gottesdienst bestimmt sind, holen und lässt alle Gäste daraus trinken.  Dabei loben sie die „Götter aus Gold, Silber, Bronze, Eisen, Holz und Stein“. Sakrileg, oder? Da erscheint eine Hand und schreibt etwas auf die Wand des Raumes.  Geheimnisvoll, erschreckend, dass diese Hand auftaucht und was sie schriebt. Wer kann das deuten? Daniel wird gerufen, einer der verschleppten Juden, er kann es lesen und deuten.  Zusammengefasst ist es eine Bewertung der Herrschaft dieses  Königs: gezählt und gewogen wird sie als zu leicht befunden, das baldige Ende steht bevor.  Was „wiegt mein Leben und Wirken in den Augen Gottes“ frage ich mich hin und wieder. Was wäre, wenn es dann hieße „gewogen und zu leicht befunden“? Das Ende des Kirchenjahres hilft uns, solche Bilanzfragen zu stellen. Manchmal sehen wir uns ja selbst als zu unwürdig und zu schlecht, um bestehen zu können, doch oft sind wir nicht nur zufrieden sondern auch oberflächlich selbstzufrieden. Das Erste Testament legt da strengere Maßstäbe an als das Neue, doch auch Jesus mahnt  die Jünger und uns, nicht leichtfertig zu werden. Er spricht allerdings nicht von einer unsichtbar schreibenden Hand an die Zimmerwände, sondern von Herausforderungen und Hindernissen, die uns sogar in der eigenen Familie die Treue zu Ihm schwer machen. Seien wir also wachsam, achtsam, liebevoll- doch nicht blind und bedenkenlos wenn es um das Ziel unseres Lebens und Wirkens geht.

 

 

26.11.2013- -C-I- -34.Woche- -Jan Berchmans-Konrad-Gebhard-Ida

 

Die Lektoren und Zelebranten der Wochentagsmessen sind in dieser Woche vor die Frage gestellt: nehmen wir die vorgeschlagenen Lesungen oder suchen wir etwas anderes aus? Warum?  Weil die Texte aus dem apokalyptischen Teil des Buches Daniel „unverdaulich“ scheinen.  So heute im 2. Kapitel, 31-45: Der König hat ein innerliches Bild „gesehen oder geträumt“ von einem großen Standbild, „furchtbar anzusehen“. Es ist einerseits mit einem Haupt aus Gold, einem weiteren Teil aus Silber, ein dritter aus Bronze, ein weiteres aus Eisen, ein letzter aus Ton.  Was können wir uns alles vorstellen, das in unserem Leben und in der Welt, auch in der Kirche so zusammengesetzt ist und doch auf „tönernen Füssen“ steht?  Denken wir darüber einmal nach, ohne zu zimperlich zu sein zu uns selbst und im Blick nach außen.  Die Lesung fährt dann fort: „von einem Berg löst sich ein Stein, läuft den Berg hinunter und stößt an die Füße des Standbildes, die zertrümmert werden und das Ganze ins Wanken bringen und alles fällt zu Staub, den der Wind wegträgt. Keine Spur mehr da! Was kann denn mit diesem Stein gemeint sein, etwas Gutes oder etwas Böses? Welche sind unsere Erfahrungen mit ähnlichen „Zusammenstürzen“? Was rüttelt uns auf, was setzt uns in Erschrecken? Der Stein wurde „ zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde“. Ist damit nun ein Friede, eine Güte, die Gerechtigkeit gemeint, die alle selbsternannten Götter überwindet und dann die Wahrheit Gottes zum alleinigen Maßstab macht? Oder ist es eine unheilvolle zerstörende Macht, die alles Gute, das aufgebaut ist, aber auf „schwachen Füssen“ steht,   zum Einstürzen bringt und sich überall ausbreitet und Macht ausübt?  Lassen wir es dem Urteil eines/einer jeden, zu entscheiden.  Im Lesungstext ist vom Reich unseres Gottes die Rede, das alle mehr oder weniger stabilen Reiche der Menschen überwinden wird und dich universal durchsetzt , ohne Gewalt aber mit der stillen Macht der Liebe. „Unverdauliche Lesung“ oder doch „Hoffnungsbotschaft der Freude“? Untergangsstimmung oder Aufbruch und Geburtswehen einer neuen Welt?