22.10.2014- -A-II- -29.Woche- -Salome-Kordula-Ingbert-Johannes Paul II.

„Das Glas ist halb voll oder halb leer“, so ähnlich bewerten Teilnehmer das Resultat der Bischofssynode, die 2 Woche in Rom getagt hat. Die einen sehen wenig oder kein Resultat der Beratungen, die anderen sehen, was sich doch bewegt hat.  Wie sehen Sie es? Persönlich meine ich, dass die Erwartungen, angeheizt durch die Medien, zu hoch gesteckt waren, das kann nur zu Frust und Enttäuschung führen. Es ist viel eher ein Prozess in Gang gesetzt, der nicht mehr aufzuhalten ist: ein Jahr lang werden die verschiedensten Stellen über die zusammengetragenen aussagen beraten und ihre Bemerkungen eingeben, damit die Synode 2015 genügend Vorgaben hat, um ein Wort der Wahrheit und Klarheit zu verkünden. Ein Traum? Wer nicht mehr träumt, lebt nur noch halb. Paulus hat damals auch lange gekämpft und gewartet, bis sein Anliegen anerkannt wurde. So lesen wir weiter im Epheserbrief 3,2-12, dass die Heiden genauso im Neuen Bund ihren Platz haben, wie die bisher Gläubigen. Sie sind Miterben und gehören zu demselben Leib und haben an derselben Verheissung Anteil durch das Evangelium.  Das war schon revolutionär damals, es hat lange gebraucht, bis es auch in der Praxis so gemacht wurde. Durch Geduld und hartnäckigen Kampf hat Paulus Recht bekommen… gewirkt durch den Geist. Dieser Geist Gottes wirkt auch heute, das gibt und Hoffnung und Mut.

Aus dem Schreiben „Evangelii Gaudium“ von Papst Franziskus:

170. Auch wenn das offensichtlich scheint, muss die geistliche Begleitung mehr und mehr zu Gott hinführen, denn in ihm können wir die wahre Freiheit erlangen. Einige halten sich für frei, wenn sie abseits von Gott eigene Wege gehen. Aber sie merken nicht, dass sie dabei existentiell verwaisen, dass sie ohne Schutz sind, ohne ein Heim, in das sie immer zurückkehren können. Sie hören auf, Pilger zu sein, und werden zu Umherirrenden, die immer um sich selbst kreisen, ohne je an ein Ziel zu gelangen. Die Begleitung wäre allerdings kontraproduktiv, wenn sie zu einer Art Therapie würde, die diese Verschlossenheit der Personen in sich selbst fördert, und aufhörte, Wanderschaft mit Christus zum Vater zu sein.


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