25.1.2015- -BI- -3.Woche- Bekehrung des hl. Paulus-Wolfram -Ende der Gebetswoche um Einheit der Christen.

Mit dem Fest der Bekehrung oder Umkehr des Saulus/Paulus an diesem 3. Sonntag im Jahr B endet die Weltgebetswoche der Christen um ihre Einheit. Paulus ist einer der ganz großen Glaubenszeugen und Verkünder. Er steht in der Nachfolge der ersten Jünger, die Jesus berufen hat: Petrus und Andreas, Jakobus und Johannes (Markus, 1,14-20) und die Jesus gefolgt sind, ohne Wenn und Aber, radikal. Jeder dieser Berufenen hat sein eigenes Leben, seinen Charakter, seine Talente, seine Schwächen mitgebracht und eingebracht in die Aufgabe. Paulus hat es auf seine unnachahmliche Weise getan, je stärker sein Eifer der Verfolgung der ersten Christen war, je kräftiger war dann sein Einsatz für die Frohe Botschaft Jesu Christi. Doch ohne die Erstberufenen wäre auch ein Paulus nicht geworden, was er ist. Es sind nicht Einzelpersonen, die als Sollisten auftreten, sondern Glieder einer Gemeinschaft, die sich dem Reich Gottes öffnen und an ihm weiterbauen. So fragt dieser Sonntag alle Getauften, wie sie ihre Freundschaft mit Jesus leben und Seinen Auftrag an die Jünger ernsthaft mittragen. Auch heute ruft der Herr Menschen, Ihm zu folgen und Menschenfischer, Fischer für die Menschen zu werden.

Aus dem apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ von Papst Franziskus:

263. Es ist förderlich, sich an die ersten Christen und die vielen Brüder und Schwestern im Laufe der Geschichte zu erinnern, die von Freude erfüllt und voller Mut waren, unermüdlich in der Verkündigung und fähig zu großer tätiger Ausdauer. Es gibt welche, die sich damit trösten zu sagen, dass es heute schwieriger ist; allerdings müssen wir zugeben, dass im Römischen Reich die Lage weder für die Verkündigung des Evangeliums noch für den Kampf für die Gerechtigkeit oder die Verteidigung der Menschenwürde günstig war. Zu allen Zeiten der Geschichte gibt es die menschliche Schwachheit, die krankhafte Suche nach sich selbst, den bequemen Egoismus und schließlich die Begierde, die uns allen auflauert. Diese gibt es immer, in der einen oder anderen Form; sie rührt mehr von den menschlichen Grenzen als von den Umständen her. Sagen wir also nicht, dass es heute schwieriger ist; es ist anders. Lernen wir indessen von den Heiligen, die uns vorangegangen sind und die die jeweiligen Schwierigkeiten ihrer Zeit angepackt haben. Deswegen schlage ich euch vor, dass wir einen Moment innehalten, um einige Motivationen wiederzugewinnen, die uns helfen, sie heute nachzuahmen.[207]

 


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