4.8.2015- -B-I- -18.Woche- Jean Marie Vianney-Rainer, Arne

„Sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben“, so heisst es mehrfach in den Evangelien, so auch in Matth.9,35-10,1, und „Jesus hat Mitleid mit diesen vielen Leuten, die müde und erschöpft sind“. „Sie haben keinen Hirten mehr“ so können auch wir ausrufen, weil viele Verantwortliche in den verschiedensten Lebensbereichen ihren JOB gut machen, aber die wenigsten von ihnen im wahrsten Sinne des Wortes Hirten sind für die anderen, sich um die Person sorgen, um ihre Seele, um den „ganzen Menschen“. Deshalb sind in dieser Zeit der „unzählbaren Möglichkeiten und Erleichterungen“ doch so viele müde und erschöpft. Da hat die Kirche und jede christliche Gemeinschaft, ob groß oder klein, eine wichtige Aufgabe, die Hirtensorge Gottes, die uns in Jesus von Nazareth ganz nahe gekommen ist, darzustellen und wirksam werden zu lassen. „Sie haben keinen Hirten mehr“, das können wir innerkirchlich sagen von vielen Schulen, Gruppen, Vereinigungen, Lebensbereichen… es fehlt dort die Gegenwart von „ganz Gott geweihten Personen“, Priester, Ordensleute, Laienapostel. Nicht um die Sachen drehen zu lassen und die Strukturen aufrecht zu erhalten, Arbeitsplätze zu sichern, dafür wird genug getan, professionell. Doch um die „Seele“, die innere Mitte des Menschen du der Gemeinschaften, sorgen sich zu wenige. Alles wird stark auf die Pfarren und die Pfarrverbände konzentriert, und das gelingt bislang noch einigermaßen, weil wir XXL Pfarrbereiche bilden, und in Pastoralteams arbeiten. Der Priester ist dort (noch) der Leiter- aber auch der Beseeler? Der hl Pfarrer von Ars, Jean Marie, Schutzpatron aller Priester, besonders der Pfarrseelsorger, ist für die heutige Zeit kein brauchbares Modell mehr, was die Art der Arbeit und die Auffassung in religiösen Dingen angeht- er lebte von 1786-1859- doch in der Hirtensorge bleibt er ein Ansporn. Menschen für Gott, den Gott der Liebe begeistern, Menschen zum Beten ermutigen, Menschen zur Umkehr und Erneuerung ihres Lebens bewegen und ihnen in ihren Nöten beistehen, die gelebte Einfachheit und daher die Nächstenliebe vorleben, einfach das Evangelium der Frohen Botschaft aufleuchten, darin ist und bleibt Vianney unser Vorbild. Bitten wir ihn, uns zu lehren, wie Jesus es den Jüngern sagte: „bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden“. Papst Franziskus lebt es uns vor, in aller Einfachheit und Freude.


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