7.8.2015- -B-I- -18.Woche- Sixtus-Kajetan-Donatus-Juliana von Lüttich-Herz Jesus Freitag.

Jesus verkündet die große Barmherzigkeit des Vaters und Er handelt auch so. Seinen Jüngern, jenen die Ihm nachfolgen wollen, muss Er allerdings mehrfach die Konsequenz vor Augen führen. „Wer mein Jünger sein will, verleugne sich selbst, nehmen sein Kreuz auf sich und folge mir nach“(Matth 16,24…). Wer also mit Jesus und wie Er diese Barmherzigkeit leben und verkünden möchte, muss oft seine eigene Hartherzigkeit oder Ungeduld hintansetzen (sich und seine persönliche Neigung verleugnen), um treu in der Spur zu bleiben. Er und sie muss das eigene Kreuz auf sich nehmen, immer wieder wählen, was Jesus selbst wählt, wo Er steht, was Er sagen und tun würden in dieser Situation; das kann schon manchmal eine Last sein und zur Bereitschaft werden, den Kreuzweg mit Jesus zu gehen. Denn darum geht es: in der Nähe Jesu zu bleiben, Ihm nachzufolgen, nicht so von weitem und ab und zu mal, sondern  zu jeder Zeit. Wir können zugleich alles haben und tun: Jesus folgen und doch auch zugleich alles Weltliche. „Sich retten“ oder „sich retten lassen“, das ist die entscheidende Frage. Die junge Ordensfrau im Karmel von Cornillon (Lüttich), Juliana hatte eine innere Schau, es fehle im Kirchenjahr ein Fest zur EUCHARISTIE. Sie selbst lebte es schon in ihrem Herzen. Doch wollte sie es auch bekannt machen und sprach mit ihrer Freundin, der Reklusin Eva von St Martin darüber und weihte auch andere in ihrem Orden darin ein.  Manche verstanden sie, andere wurden ihr deshalb böse und vertrieben sie aus ihrem Kloster. Doch ihr Anliegen setzte sich durch und wurde 1246 sogar Offiziell für die Gesamtkirche zum Fest LEIB UND BLUT des HERRN (Fronleichnam). Ihr verdanken wir die eucharistische Frömmigkeit, das Fest am Donnerstag nach Dreifaltigkeit, die Prozessionen und die Anbetung. Manche müssen durch die harte Schule, bis die gute Idee sich durchsetzen kann. Bestimmt kennen wir das auch.


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