5.10.2020-A-II-27.W.-3-Placidus-Meinolf-Anna Schäfer-Faustina Kowalska-(Gal.1,6-12/111/Lk.10,25-37)

„Was muss ich tun? Was sollen wir tun? Wie leben, um Gottes neue Welt zu erreichen? „ Diese und ähnliche Fragen stellen sich viele Menschen, die Christus ernst nehmen- andere Getaufte stellen sie sich nicht (mehr). Jesus verweist den Fragenden auf das Gesetz, auf die Gebote und Lebensweisungen.  Die rechte Antwort kann der Fragende geben: „Gott lieben mit allen Kräften und Fähigkeiten sowie den Nächsten wie sich selbst.“

„Genau“, sagt Jesus, „tu das und du wirst leben!“ Und wer ist mein Nächster, fragt der Mann weiter? Jesus erzählt ein Beispiel oder Gleichnis: der Mann der unter die Räuber fiel, wird von einem Priester und einem Leviten zwar gesehen, aber aus religiösen Gründen (Reinheit für den späteren Gottesdienst) auf dem Weg liegengelassen. Also: sehen und nichts tun. Ein Fremder, ein Samariter, kommt ihm zu Hilfe: er sieht ihn, empfindet Mitleid, geht auf ihn zu, versorgt ihn, hebt ihn auf sein Lasttier, bringt ihn zu einer Herberge. Morgens bezahlt er für den Verletzten und bittet um Fürsorge für ihn. Wenn es mehr kosten sollte, wird bei der Rückkehr die Summe beglichen. Also: sehen und tun, mehr als gefordert, aus Barmherzigkeit.

„Wer ist nun der Nächste für den, der unter die Räuber gefallen war?“-„Der, der barmherzig gehandelt hat“. Ja dann, „geh und handle genauso“!

Dies Wort Jesu hören wir alle jetzt, heute, jeden Tag: Du und ich.

 

„Herr Jesus Christus, bei Dir geht es nicht einfach darum Bescheid zu wissen und korrekt die Heilige Schrift zu kennen. Du sagst: „tu etwas“. Du rufst uns, das erkannte Wort der Schrift sofort zu tun, in barmherziger Liebe zu dienen. Da gehst du uns voraus, denn du bist der „Barmherzige Samariter“ der Menschheit.“