12.3.2022----- C-II-1.Fastenwoche-1-„Jahr der Familie“-Gebet um Frieden-synodaler Weg-Simeon-Almud-Beatrix-(Deut.26,16-19/119,2-8/Mt.5,43-48)

In der Weiterführung des gestrigen Textes, greift die Bergpredigt Jesu die Feindesliebe auf. Den Freund/die  Freundin lieben, ist relativ leicht, doch einen Feind?!Wer kann das? Wer ist eigentlich ein Feind? Habe ich Feinde? Schwer zu sagen: können wir selbst bestimmen, wer Freund oder Feind ist, oder sind es andere, die uns zu Feinden machen oder zu Feinden werden lassen, zu Freunden? Niemand kann von anderen gezwungen werden, Freund oder Feind zu sein!

Sind wir Gottesfreunde oder gar Gottesfeinde? Auch so eine Frage.

Was der Herr uns in Seiner Liebesgeschichte mit uns Menschen ans Herz legt, das lebt und leidet Er uns vor, das „stirbt Er uns vor und aufersteht Er uns vor“, so könnten wir sagen.  Wer auf Ihn schaut und Ihm ins Herz hineinblickt, wird gleich erfasst von dieser unwiderstehlichen (und doch nicht zwingenden) Liebe und Güte. Daher ist es immer wichtig, zuerst DEN anzuschauen, anzuhören, der spricht. Nicht zuerst, WAS er sagt oder Wie, sondern WER spricht und von welchem Ort aus. Hier gehen wir dann zurück zur Mitte, zum Ursprung, zur göttlichen Dreifaltigkeit, Gemeinschaft purer und wahrer Liebe, NUR Liebe. Gott hat keine Feinde, Menschen machen sich Ihm zum Feind und Er: liebt sie doch!

Können wir in dieser österlichen Erneuerungszeit darauf eingehen, uns darauf einlassen und dann, uns verwandeln lassen?

 

„Herr Jesus  Christus, für Viele bist du zum Freund geworden, für andere bist Du ein Feind ihrer Freiheit, Unabhängigkeit und Lebensweise, für andere wiederum zählst Du überhaupt nicht, bleibst ihnen gleichgültig oder bist es im Laufe der Zeit geworden. Und ich? Wie steh ich vor Dir? Ich möchte schon erwähnen, nicht Dein Feind zu sein, doch bin ich Dein Freund, wirklich? Du machst uns, mich, zum Freund und stehst zu uns, zu mir, egal was vorfällt. Wenn ich darauf vertrauen kann, dann wächst auch meine Freundschaft und Liebe zu Dir und vertieft sich immer mehr.“