5.11.2025-Jahr C-I-31.Wo-3.W-Emmerich-Bernhard Lichtenberg-Berthild-(Röm.13,8-10/112/Lk.14,25-33)

‚Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen und es sind die Toten (in Gott Lebenden) die den Lebenden die Augen öffnen‘ sagt ein slawisches Sprichwort.

Stimmt, wenn wir die Briefe des Paulus lesen und betrachten, dann öffnet uns ein ‚Toter‘ die Augen unseres Geistes, unseres Glaubens: ‚wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.‘ Ja, den Nächsten lieben wie sich selbst, alles in der Liebe zu Gott, das ist die Basis des christlichen Lebens und Handelns. Dies bedeutet auch das Liebe als Grundlage aller Tätigkeiten und Beziehungen zu sehen, ja das Kreuz dieses Liebens zu leben. Das ist nicht irgendein Holzkreuz, sondern all die Entscheidungen, die Lieben mit sich bringt. Oft ist es sogar das Kreuz, das wir selber sind, unsere Grenzen und Rückschläge, Hemmungen oder unlautere Motive.

Das Kreuz kommt nicht nur in der ersten Entscheidung vor, sondern zeigt sich dauernd in der Dauer, der Zeit, der Länge in unserer Treue.

Machen wir uns nichts vor, die Entscheidung für Gott und Seine Liebe ist kein leichter Spaziergang, sondern eine sich vertiefende Treue. Damit Frucht wird, muss das Weizenkorn sich hingeben.

„Herr Jesus Christus, Du gehst uns mit Deinem Kreuz voraus, Du selbst bist das Kreuz, weil Du Dich für den Weg der Seligpreisungen entschieden hast und dabei bleibst, nicht wegläufst, keine Auswege suchst. So gehst Du uns voran, treu und liebevoll. Stärke uns für den Weg mit Dir, für den Weg der Hoffnung.“