Nach der Osteroktav, die Woche, die wir wie einen Tag gefeiert haben, führen uns die kommenden Wochen durch die Osterzeit bis zu Himmelfahrt und dann nach Pfingsten-alles im Licht der Auferstehung Christi. Wir beginnen mit einem Gespräch, das ein Pharisäer namens Nikodemus nachts mit Jesus geführt hat. Es geht um die Frage, ob Jesus wirklich von Gott kommt, und die Werke die Er tut, Gottes Handeln in der Welt sind.
Jesus spricht dann von einer zweiten Geburt: eine Geburt ‚von oben‘. Diese Aussage versteht Nikodemus nicht, besonders diese zweite Geburt, das geht doch nicht. Zurück in den Schoss der Mutter, oder auch ganz neu beginnen, wie bei einer Geburt.
Jesus meint jedoch keine leibliche Geburt, sondern die Geburt zum Glauben, die durch das Wasser (der Taufe) und den Geist Gottes (in der Salbung) vollzogen wird. Es ist pures Geschenk, ist nur Gnade, wenn der Mensch denn dafür offen uns bereit ist.
In der Weise können wir es als zweite Taufe sehen, denn der Ritus mit Wasser und Chrisam ist di erste neue Geburt, doch die zweite ist die Offenheit und Bereitschaft, aus dieser Gnade zu leben und zu wirken.
„Herr Jesus Christus, wir sind auf Deinen Namen getauft im Vater in Dir-dem Sohn-im Heiligen Geist. Das stimmt. Dann nun die Konsequenz: Dich persönlich anzunehmen, mit Dir zu leben und die Welt zu gestalten, die zum Reich Gottes werden kann und soll. Getaufte sind nicht besser als andere, nur sehen sie anders auf die Welt und auf die Menschen. Ihr Verhalten, Handeln und Wirken wird von Dir geprägt. Es ist wird zu einer ständigen Rückkehr zu Dir.“
Weg zur Berufung