So.19.7.2026-A-II-15.W.Ps-3—Poppon-Bernulf-(Wh.12,13.16-19/86/Röm.8,26-27/Mt.13,24-43)

Die Gleichnisse Jesu sammelt Matthäus in einem Teil seines Evangeliums. Es sind Vergleiche aus dem Alltag, aus der Natur, aus dem täglichen Tun. Heute sind es gleich 3 unterschiedliche Schwerpunkte: einmal das Erkennen auf dem Feld des gesäten Samens: da wächst guter Weizen und dazwischen fast unerkannt Unkraut. Dann die Kleinheit des Beginns und das große Resultat. Drittens die Mischung von Mehl und Sauerteig, um das Ganze zu durchdringen.

Gottes Wirken ist damit gemeint

1.      in unserer ganz konkreten Welt, im Feld des Lebens wachsen zusammen auf das Reich Gottes (der fruchtbare Weizen) und Unkraut (das ohne oder gegen Gott aufwachsende wilde Kraut/Unkraut). Wie damit umgehen? Ausreißen mit der Gefahr dabei auch guten Weizen zu erfassen und unbrauchbar zu machen. Daher Geduld und Vertrauen bis zur Ernte. Wer weiß, was alles noch geschehen kann.

2.      Ein Senfkorn, sehr klein und unscheinbar ist dieses Reich Gottes am Beginn, doch wenn es hochwächst, wird daraus ein großer Strauch, ein Baum und gibt Platz und Schatten für alle. Also Vertrauen und Hoffnung pflegen.

3.      Das Reich Gottes als solches ist nicht sichtbar, erkennbar, es durchdringt alles, wo es untergemischt ist. Das Resultat ist dann im ganzen Teig sichtbar, nicht in einem reservierten und getrennten Bereich allein.

Alles Wachsen lassen, in vollem Vertrauen, dass Gott unser Tun durchdringen wird, das Kleine groß aufblüht, und ganz zum Schluss erst Weizen und Unkraut getrennt werden.

 

„Herr Jesus Christus, Deine  Gleichnisse sprechen von Dir, von Deinem Vater und vom Heiligen Geist. Die Wunderkraft wirkt unscheinbar in allem und in jedem Leben, in jedem Menschen, in jeder Gemeinschaft. Nur Geduld und Hoffnung sind uns abverlangt; die Saat wirkt aus sich selbst, das Gottesreich entfaltet sich im allem.“