Der Weg dieser Woche hat uns zu Festen bekannter Heiliger geführt und schaut heute auf einen der ersten Jünger, die Jesus am See berufen hat: den Fischer Jakobus. Er gehört mit seinem Bruder Johannes und den beiden anderen Petrus und Andreas zu den ersten Jüngern und Aposteln Christi. Sehr früh schon hat er seinen Glauben an Christus bekannt und dafür den Märtyrertod erlitten, doch gehörte er in besonderen Momenten auch mit Johannes und Petrus zu den Augenzeugen intimer Momente im Leben und im Leiden Christi: auf dem Taborberg bei der Verklärung, bei verschiedenen Wundern des Herrn, bei der schweren Stunde nach dem Abendmahl im Garten Getsemani als Jesus mit dem Vater um die richtige Entscheidung gerungen hat… und alle drei Apostel in Schlaf gefallen waren. Nach der Auferstehung hat Jakobus wie die anderen auch die Frohe Botschaft verkündet und dann selbst das Schicksal Jesu am eigenen Leib getragen.
Seitdem seine Gebeine nach Spanien übertragen wurden und der Ort Compostella sie aufnehmen konnte, ist dieser Pilger mit der Muschel zum Anlass für so viele geworden, die nach Santiago de Compostella pilgern, ihr Leben zu erneuern und gestärkt durch die Begegnung an seinem Grab zurückkehren.
„Herr Jesus Christus, obwohl einige Jünger (und ihre Mutter) Dich um die Gunst der ‚Herrschaft in Deinem Reich‘ gebeten hatten, hast Du sie nicht abgewiesen, sondern auf eine andere Weise zu Teilhabern Deiner Herrlichkeit gemacht. Wir bitten Dich, wandle unsere (oft so selbstbezogenen) Wünsche um und lass uns in Deiner Nachfolge treu bleiben bis zum Ende, zur Vollendung mit Dir beim Vater.“
‚Heiliger Jakobus, Apostel, Pilger und Märtyrer begleite uns auf allen Wegen‘.
Weg zur Berufung