Mo.27.7.2026-A-II-17.W.Ps-1—Pantaleon-Natalie-Bertold-Simeon-Lukan-(Jer.13,1-11/Dt.32,18/Mt.13,31-35)

Nach einer Woche mit vielen Heiligenfesten von Frauen und Männer geht es in dieser Woche zunächst einfach um die Tageslesungen weiter. Zunächst dieses Bild vom Stück Stoff, das Jeremia in einer Felsspalte verbergen soll. Einige Zeit später soll er diesen Stoff wieder herholen. Doch der Stoff war verdorben, zu nichts mehr zu gebrauchen. Dies ist ein Gleichnis für den Hochmut, der in Menschen steckt und ihn überheblich macht, unanfechtbar. Doch in Wirklich ist der Stoff ein Bild für den Menschen und das Volk, wie schnell kommt es vom guten Weg ab und ist nicht mehr für den Aufbau des Gottesreiches zu gebrauchen. Wie der Stoff sich am Körper anschmiegt, so soll Gott und Mensch in einem Vertrauensverhältnis verbunden sein, sich ‚anschmiegen‘.

Jesus sieht auch diese Not der Menschen des Gottesvolkes, die sich auf Abstand halten zu Gott. So erzählt Er vom Reich Gottes, auch in Gleichnissen: Er betont den unscheinbaren, ganz kleinen Anfang und verheißt ein Heranwachsen in Fülle. Das kleine Senfkorn, und das Stück Sauerteig unter das Mehl gelegt… sie werden ihre Wirkung zeigen: nur Geduld und Vertrauen ist von uns gefragt.

Wir haben dies an den letzten Sonntag betrachten können. Zeigt es schon etwas Wirkung? Halten wir aus, wenn es noch verborgen oder ganz klein ist.

 

„Herr Jesus Christus, das Gute im Menschen, das wirklich Gute, ist oft noch verborgen und kann nur in liebevoller Geduld und Erwartung zum Durchbruch kommen. Bist Du, Herr, nicht dieses ‚Kleine‘, dieser ‚Kleine‘ in unserer Welt, in unserem eigenen Leben? Doch Du wirkst und entfaltest Dich in uns, in mir. Bei jeder Taufe eines Kleinkinder denke ich daran, was da ganz klein in den Kleine hineingesät wird, kann und soll sich entfalten, wenn der ‚Boden offen und bereit ist‘. Die Eltern, Paten, Grosseltern haben da eine Berufung, guter Boden zu sein.“